Fragen Sie sich auch oft ‚Wohin mit den Dingen, die immer mehr werden?‘ Die neue Ausstellung im MUSA geht der Frage des Aufbewahrens nach.

Welche Dinge heben wir auf, und welche geben wir weg? Darüber entscheidet nicht nur der praktische oder emotionale Wert eines Gegenstands, sondern auch der vorhandene Platz zur Aufbewahrung – vor allem in der Stadt, wo Stauraum im eigenen Wohnhaus zunehmend Mangelware wird. Wenn klassische Lagerräume wie Dachböden verschwinden und steigende Mieten den Umzug  in eine größere Wohnung unerschwinglich machen, stellt sich die Frage: Wohin mit den Dingen, die immer mehr werden?

Eine Option sind „Selfstorages“ – flexibel anmietbare Lagerabteile, die fast rund um die Uhr zugänglich sind. Das Geschäftsmodell der „Selbsteinlagerung“, das in den 1960er in den USA entwickelt wurde, ist in Österreich zwar noch relativ neu. Doch seit vor 20 Jahren das erste Selfstorage in Wien eröffnet wurde, wachsen auch hier Angebot und die Nachfrage rasant.

Wo Dinge wohnen

Die aktuelle Ausstellung „Wo Dinge wohnen“ vom Wien Museum geht den Gründen und Rahmenbedingungen nach, warum wir manche Dinge aufheben und andere nicht und wie wir die aufgehobenen Dinge aufbewahren. Was erzählt Selfstorage über gegenwärtige Stadtentwicklungen? Und welche Lebensentwürfe und biografische Einschnitte spiegeln sich in der Nutzung von Selfstorages wider? Herzstück der Ausstellung bilden Porträts von Wiener Selfstorage-Nutzern und ihren ausgelagerten „Schätzen“ – vom Familienarchiv bis zum „Kleiderschrank außer Haus“. Sie erzählen nicht nur von persönlichen Strategien im Umgang mit der Knappheit von Raum und der Flut der Dinge, sondern auch von der Bedeutung von Gegenständen für die eigene Geschichte und Identität.

Wien Musem

  • Wann: bis Sonntag, 7. April 2019
  • Wo: MUSA, 1., Felderstraße 6-8
  • Öffis: U3 bis Volkstheater, Bim 1, D, 71 bis Rathausplatz/Burgtheater
  • Weitere Infos unter www.wienmuseum.at

Foto: © Klaus Pichler/Wien Museum

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