Die Entwicklung der Leier-Firmengruppe ist bemerkenswert: Das Unternehmen, das mittlerweile zu den „Big Playern“ zählt, ist seit einem halben Jahrhundert im Burgenland verwurzelt.

Der ort ist vor allem als Weinbauort im burgenländischen Blau­fränkischland bekannt. Doch in ­Horitschon begann 1965 mit der ­Eröffnung eines Supermarktes auch die Erfolgsgeschichte von Firmengründer Michael Leier. Mit Lebensmitteln begann es. 1970 wurde da­raus am selben Standort Beton. Mittlerweile ist die Unternehmensgruppe Leier International eine von derzeit sechs Familienmitgliedern geleitete Traditionsfirma, die in verschiedenen Bereichen auf internationalen Märkten erfolgreich agiert und weiter auf Expansionskurs ist. Von Lärmschutzwänden, Ziegeln, Pflastersteinen, Transportbeton, Beton-Fertigteilen bis hin zu individueller Gartengestaltung reicht das Baustoffangebot der Leier-Gruppe. Autos und Immobilien zählen auch zum breiten Geschäftsfeld.

Eine gewagte Strategie

Die Firmengeschichte begann vor mehr als 50 Jahren. In den 1970er-Jahren erfolgte der Einstieg in die Betonsteinproduktion, 1980 errichtete Leier ein weiteres Werk in Frauenkirchen. Als Leier International noch in den Kinderschuhen steckte, war der Eiserne Vorhang direkt vor der Haustür. Trotzdem erkannte der Selfmade-Unternehmer Michael Leier früh das große Potenzial im Osten. Heute lenkt der Konzernchef mit seiner Familie sowie einigen Top-Führungskräften 40 Werke und Standorte in sieben Ländern – Österreich, Ungarn, Polen, der Slowakei, Rumänien, Kroatien und der Ukraine. „Die Mitarbeiterzahl liegt aktuell bei rund 2.000 Beschäftigten in der Saisonspitze“, erklärt Michael Leier. „Für die Zukunft liegen Ideen, Pläne und Visionen parat.“

Dass es an Ideen nie mangelte, sieht man: Das erste Joint Venture wurde bereits 1985 in Gönyü eingegangen. Nur drei Jahre nach diesem Schritt folgte 1988 der nächste Sprung. Die Firma stieg mit einem Betonwerk in Malbork – 1.000 Kilometer von Horitschon entfernt – in den polnischen Baustoffmarkt ein.

Strategisches Ziel für Ungarn zu

Beginn der 1990er-Jahre war ein ­flächendeckendes Engagement. Nach der Erschließung dieser zwei völlig unbekannten Märkte folgte eine Zeit der Verstärkung und wei­terer Firmengründungen in diesen Ländern. Dazu kam im Jahr 1990 ein neuer Geschäftszweig in Ungarn – die beim östlichen Nachbarn damals boomende Autobranche. In diesem Sektor betreibt die Leier-Gruppe heute drei Autohäuser mit den Marken BMW, Mini, Skoda, Fiat und Hyundai.

Ständige Weiterentwicklung

1994 wurde das Baustoffgeschäft um eine wesentliche Sparte erweitert, die Ziegelindustrie. Die nächste Expansionsphase begann 2004 mit dem Schritt in die Slowakei gefolgt von Rumänien ein Jahr später sowie Kroatien 2005. 2015 konnte Leier neben dem 50-Jahr-Firmenjubiläum auch den Eintritt in den ukrainischen Markt wagen. Ab 2000 kamen Immobilien ins Portfolio dazu. Aushängeschild in diesem Bereich ist die Friedrich-Kaserne in Györ, die in ein Büro-, Geschäfts- und Wohnviertel umfunktioniert wurde. Das Areal ist als Leier City Center Györ weit über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt.

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Leier International

Johannesgasse 46,
7312 Horitschon,
Telefon 02610/423 75-0,
www.leier.eu

TEXT: Michael Krause, FOTO: Leier International

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