Zum 13. Mal dreht sich ab 19. März alles in Wien um den Blues. Bis Ende April gibt es im Rahmen des Vienna Blues Spring eine Vielzahl an Konzerten. Neben einheimischen Größen spielen auch internationale Stars.

Dietmar Hoscher hat den Blues. Der Casino-Vorstandsdirektor leitet seit 2003 das Vienna Blues Spring. „2003 ist ein Veranstalter zu mir gekommen und hat mich gefragt, ob ich nicht ein Blues-Festival leiten möchte. Das war damals im Tunnel. Es war das erste Wiener Blues-Festival. 14 Tage, die ganz gut funktioniert haben, allerdings gab es keine Fortsetzung“, erinnert er sich an die erste Ausgabe.

Ein musikalisches Abenteuer

„Im Jahr darauf kam der Wolfgang Windbacher vom Reigen zu mir und schlug mir ebenfalls vor, ein Blues-Festival zu kuratieren. Ich sagte ,Ja‘ und fragte nach, wie lange es dauern soll – eine Woche oder vielleicht zwei? Er meinte trocken: ,Sieben Wochen‘. Ich dachte mir nur, der ist offensichtlich unter irgendwelchen Bestrahlungen.“

Mehr zur Entstehungsgeschichte sowie ein ausführliches Gespräch mit Dietmar Hoscher finden Sie in der aktuellen Ausgabe von schau.

Gott sei Dank für alle Blues-Freunde ließen sich Hoscher und Co auf das Abenteuer ein. Heute, mittlerweile schon 2017, beschallt das Festival mehrere Wochen den Reigen und macht auch in anderen Locations Station, etwa dem Mozarthaus oder dem Theater Akzent.

Starkes Programm

Das Programm ist heuer abwechslungsreich und spannend wie nie zuvor. Musiker aus der ganzen Welt kommen extra für das Festival nach Wien. Das gesamte Programm finden Sie unter diesem Link. Wir haben ein paar Highlights herausgepickt.

Viennese Ladies: „A Tribute to Etta James“

Rhythm & Blues mit ganz viel Soul. Die stimmgewaltigen Viennese Ladies zollen der Ikone Etta James ihren Respekt und bereiten im Reigen einen packenden Abend mit Hits von „I’d Rather Go Blind“ bis „Hoochie Coochie Gal“.

Besetzung:
Betty Semper – Vocals
Meena Cryle – Vocals
Kim Cooper – Vocals
Claudia K. – Bass, Vocals
Katie Kern – Gitarre, Vocals
Philippine Duchateau – Klavier
Harpina Defant – Mundharmonika
Monika Ciernia – Saxophon
Lisi Stiger – Saxophon
Maria Petrova – Schlagzeug

Reigen, 20. März, 20 Uhr


Mungo Jerry

Die Truppe um Sänger, Gitarrist und Bandleader Ray Dorset kennt wohl jeder. Wenn nicht dem Namen nach, dann sicher vom Hören ihres Superhits „In the Summertime“. Alleine davon wurden 30 Millionen Schallplatten verkauft. One-Hit-Wonder ist sie aber beileibe keines. Mit Songs wie „Baby Jump“, „Michty Man“ oder „Hello Nadine“ hatte sie mehrmals Charts-Erfolge.

Reigen, 28. März, 20.30 Uhr


Delta Moon

Diese Band (BILD) punktet mit einer Besonderheit: zwei Slide-Gitarristen. Tom Gray und Mark Johnson wurden diesbezüglich von einem Auftritt von Ry Cooder und David Lindley inspiriert. Damit zaubern sie Klangwelten im Stile großer Bands mit zwei Gitarristen, als Beispiele wären die frühen Fleetwood Mac oder die Allman Brothers zu nennen.

Reigen, 2. April, 20.30 Uhr


Eric Steckel Trio

Das nächste große Rock- und Blues-Dreigespann? Für viele könnte man das Eric Steckel Trio so nennen. Die Veranstalter versprechen ein Pflichtkonzert für Fans von Ray Vaughan, Jimi Hendrix und Joe Bonamassa. Eric Steckel hat trotz seines für Bluesverhältnisse geradezu jugendlichen Alters von 25 Jahren schon reichlich Erfahrung. Schon mit zwölf stand er mit John Mayall auf der Bühne.

Reigen, 4. April, 20.30 Uhr


Paul Lamb & The King Snakes

Die Briten haben nicht nur einen coolen Bandnamen. Sie verbinden akustischen Country-Blues und druckvollen Chicago-Blues mit Rock und R&B. Paul Lamb hat auch von einem Großen gelernt: Sonny Terry, einer Legende der Bluesharmonika und seit einem Kindheitsunfall blind. Lamb und seine Schlangen sind in der British Blues Awards Hall of Fame und ein Highlight des Vienna Blues Spring.

Reigen, 11. April, 20.30 Uhr


Jürgen Posch & The Living Room Project

Mit Unterstützung der Casinos Austria und dem Album „Die KöllaSaga“ startete Jürgen Posch seine Solokarriere. Begleitet wird der Gitarrist mit Groove von dem Percussionisten Martin Hladik und der Vocalistin Katharina Zainzinger. Als Special Guest wird an diesem Abend Sir Oliver Mally erwartet.

Mozarthaus Vienna, 20. April, 20 Uhr


Rob Tognoni Trio

„Down under“ im Reigen. Der Australier Rob Tognoni hat sich einen Ruf als hervorragender Bluesgitarrist erspielt. Seine Licks und Riffs sind auf höchstem Niveau und sowohl seine eigenen Alben als auch Coverversionen von Songs wie „Hey Joe“ sind enorm beliebt. Im Reigen darf man eine feurige Show erwarten.

Reigen, 27. April, 20.30 Uhr


Wer all diese Konzerte und viele mehr interessant findet, dem kann man den Festival-Pass um 220 Euro empfehlen.

FOTO: Dietmar Hoscher

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