Kettenrasseln, der Wind pfeift durch die kalten Gemäuer, klappernde Geräusche – genau so stellen sich Grusel-Fans eine echte Burg-Atmosphäre vor. schau hat sich ein Kettenhemd übergeworfen, die geheimnisvollsten Burgen
in der Ostregion aufgespürt und sich ein bisschen Gänsehaut-Feeling geholt.

Kein Mensch glaubt heute noch an Gespenster. Aber wer kann das wirklich behaupten, wenn er in den kalten Burggemäuern steht und hinter ihm pfeift der Wind durch die Kammern? „Ghostbuster“ schau war mutig, hat sich zu den Burgen in Kreuzenstein, Lockenhaus und Schlaining begeben und geprüft, ob auch weniger Hartgesottene hier einkehren können. Blöd nur, dass wir einen Blutsauger aufgespürt haben … dafür haben wir aber auch ein bisschen Frieden gefunden … wo? Lesen Sie nur weiter und erfahren Sie alles über die unheimlichen Burgbewohner der Ostregion.

Festung Kreuzenstein

Zahlreiche Sagen ranken sich um die urige Burg Kreuzenstein in Niederösterreich. Aber nicht nur Geister und Gespenster bewohnen Burgen, früher waren es auch Könige, Adelige und vor allem natürlich die aus Film und Büchern bekannten tapferen Ritter. Fans der Kettenhemden und Blechrüstungen werden auf Burg Kreuzenstein, nur wenige Kilometer nördlich von Wien, ganz auf ihre Kosten kommen. Auf majestä­tischen 266 Metern Seehöhe war die Burganlage im Mittelalter eine wichtige strategische Wehranlage. Als Festung erbaut, zeigt sich Kreuzenstein als ovaler Erdwall, der früher als ideale Verteidigungsanlage gedient hat. Die gesamte Burganlage wird von einem bereits von Weitem sichtbaren Bergfried überragt. Die aus Venedig stammende Loggia bietet einen wunderbaren Fernblick Richtung Wien und beeindruckt mit einer eleganten Rundbogensäule aus dem 14. Jahrhundert. Wie es sich für eine echte Burg gehört, verfügt sie natürlich auch über einen tiefen Burggraben, eine Zugbrücke, die die Burg vor Angreifern schützen sollte und hochgeklappt das Burgtor und den Zwinger verschloss.

Heute können Besucher die Burg sowie eine der größten privaten Sammlungen historischer Waffen in der Rüstkammer begutachten. Den Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens im Mittelalter kann man im beeindruckenden Rittersaal erleben. Weiters gibt es Führungen durch die Kapelle, die Fürsten- und Jagdzimmer sowie die Burgküche und den Bergfried. Von 1. April bis 1. November kann man die unweit der Donau gelegene Burg besuchen.

www.kreuzenstein.com

Schaurige Burg Lockenhaus

Wer es richtig unheimlich mag, sollte der Ritterburg Lockenhaus im Burgenland einen Besuch abstatten. Das imposante Gebäude mitten im Naturpark Geschriebenstein hatte schon einige interessante Bewohner – von Tempelrittern über eine schaurige Blutgräfin bis hin zu einer der größten Fledermauskolonien Mitteleuropas. Spezielle Burgführungen erzählen alles über die blutrünstigen Burgbewohner. Wer ein ganzes Wochenende mit Vampiren verbringen will und ein bisschen von der Natur rundherum erkunden möchte, sollte im burgeigenen Hotel nächtigen: Burgzimmer, Burg-Suiten, Appartements und Mansardenzimmer warten hier auf neugierige Besucher. Schon mal so ein richtig uriges Raubritteressen erlebt? Dann ab in die Burgtaverne! Weit über die Landesgrenzen hinaus ist sie bekannt für ihre mittelalterlichen Räumlichkeiten und ihr einmaliges Ambiente in Rittersaal, Rauchkuchl, Huszarenstube oder Trinkstube. Auf Wunsch begleitet ein waschechter Minnesänger das Rittermahl mit Musik und humorvollen Texten.

Pünktlich zu Halloween zieht ein ganz besonderer Blutsauger ein auf der Burg Lockenhaus: Von 13. bis 31. Oktober gibt’s das Dracula Event-Theater mit Gruseldinner. Das bringt sogar ganz abgebrühte Horror-Fans zum Schaudern. Schnell Plätze sichern!

www.ritterburg.at

Friedensburg Schlaining

Am Stadtrand von Stadtschlaining erhebt sich die so genannte „Friedensburg“ Schlaining. Ende des 13. Jahrhunderts wurde sie zum ersten Mal erwähnt und „litt“ unter mehrfachem Besitzerwechsel von Grafen, Kaisern und anderen Adeligen. Man kann behaupten, Krieg und Frieden haben das Schicksal der Burg Schlaining immer schon bestimmt. So ist es also kein Wunder, dass sie heute das „Friedensmuseum“ beherbergt. Dieses bietet immer wieder lehrreiche Ausstellungen zu den bis heute tagesaktuellen Themen wie Krieg, Gewalt und Politik – so auch die Haupt- und Dauerausstellung „Gewalt . Konflikt . Frieden“. Geöffnet ist das Museum von Palmsonntag bis zum 31. Oktober zwischen 9 und 17 Uhr, täglich außer Montag. Immer wieder besuchen hochrangige Delegationen die Burg im Burgenland, um Friedens- und Hilfsprojekte, zum Beispiel in Westafrika, zu unterstützen.

www.friedensburg.at

TEXT: Nina Nekoui , FOTO: Niederosterreich-Werbung/Michael Liebert

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