das Fritz“ in Weiden am See bildete den Rahmen für das Tourismusforum Burgenland, das rund 200 Touristikerinnen und Touristiker aus allen Landesteilen zusammenführte. Als Höhepunkt hielt Universitätsprofessor Mag. Dr. Markus Hengstschläger, international renommierter Humangenetiker und Bestsellerautor („Die Durchschnittsfalle“), eine Keynote mit dem Titel „Die Zukunft kommt so oder anders: wir müssen uns auf beides vorbereiten.“

„Individualität statt Mittelmaß” hießt es beim Tourismusforum, das einmal jährlich Branchenvertreter und touristische Partner versammelt. Spannende Interviews, packende Vorträge, vielseitige Diskussionen
und ein inspirierender Austausch standen für die Gäste bereit. Durch den Abend führte Wetterexperte und Wahlburgenländer Marcus Wadsak. Landeshauptmann Mag. Hans Peter Doskozil, Tourismuslandesrat MMag. Alexander Petschnig sowie Burgenland Tourismus-Geschäftsführer Hannes Anton freuten sich über die große Beteiligung an der diesjährigen Veranstaltung. Bis in den späten Abend unterhielten sich die Gäste in entspannter Atmosphäre über die Thesen des führenden österreichischen Genetikers und diskutierten über die Chancen und Potentiale der burgenländischen Tourismuswirtschaft.

Tourismus und Kultur

Landeshauptmann Mag. Hans Peter Doskozil hob die Wichtigkeit der Zusammenarbeit von Tourismus und Kultur hervor und appellierte an die Branchenvertreter: „Die burgenländische Kultur hat eine enorme touristische Anziehungskraft. Das beste Angebot jedoch kann nur bestehen, wenn es entsprechend beworben wird. Deshalb ist die Zusammenarbeit zwischen Burgenland Tourismus und den Kulturträgern – zum Nutzen beider – so bedeutsam. Immer mehr Menschen legen Wert auf Bio-Qualität und nachhaltige Ferien. Anstelle von Massentourismus heißt es immer öfter, regional die Natur zu genießen, sich mit hochwertigen Bio-Produkten kulinarisch verwöhnen zu lassen und sich Zeit für Entspannung zu nehmen. Ich denke, hier gibt es großes Potential.“

Stärken und weiterentwickeln

Tourismuslandesrat MMag. Petschnig sprach über die Entwicklung des burgenländischen Tourismus und beleuchtete Stärken und Profilierungschancen des Urlaubslandes Burgenland: „Wettbewerbsfähig sind nur jene, die sich weiterentwickeln und sich von anderen unterscheiden. Das Burgenland ist in seiner Vielfältigkeit einzigartig und das macht es für den Gast umso interessanter. Qualität und Exklusivität sind heute ausschlaggebend für den Erfolg. Im Burgenland haben wir viele Qualitätsbetriebe, die sich durch eine klare Positionierung vom Mittbewerber abheben. Tourismus muss gelebt werden. Es gilt sich eindeutig seiner Stärken zu bekennen und diese den Gästen entsprechend zu kommunizieren.“

Orientierung an strategischen Leitlinien


Burgenland Tourismus-Geschäftsführer Hannes Anton gab einen Rückblick auf das Tourismusjahr 2018 sowie einen Ausblick auf die Herausforderungen für 2019 und die Zukunft im burgenländischen Tourismus: „Der Tourismus ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor des Landes. Diese Position lässt sich nur halten, wenn wir uns in unserer täglichen Arbeit an den strategischen Leitlinien orientieren. Künftig muss es noch stärker um mehr Ganzjahrestourismus, mehr Auslastung und Wertschöpfung durch Steigerung von Angebotsstruktur und -qualität, um die noch stärkere Bündelung touristischer Organisationen sowie um die Positionierung des Burgenlandes als ‚Kraft- und Energietankstelle‘ gehen.“

Die Durchschnittfalle – Individualität statt Mittelmaß

Als Highlight des Abends begeisterte Gastredner und Genetiker Universitätsprofessor Mag. Dr. Markus Hengstschläger die Besucher mit einer spannenden Keynote zum Thema „Die Zukunft kommt so oder anders: wir müssen uns auf beides vorbereiten.“ Ob Industrie 4.0, Migration oder die digitale Transformation – die Gesellschaft untersteht heute einem permanenten Wandel. „Sich zu sehr auf das Bekämpfen von Schwächen zu konzentrieren raubt nur Zeit sich seinen Stärken zu widmen und generiert Durchschnitt, den größten Feind von Innovation. Nicht blauäugige Optimisten, nicht Ängste und Pessimisten – wir brauchen Possibilisten“, so Hengstschläger.

Foto: Burgenland Tourismus/Foto Muik