Das vernetzte Zuhause, das mitdenkt und mittels Apps oder Sprachbefehl gesteuert wird: schau wagt mit Experten einen Blick ins Wohnzimmer der Zukunft.

Eigentlich unglaublich: Selbstlernende Kühlschränke, smarte Lautsprecher, die Einbrecher abschrecken, oder der Rasenmäher, der im Urlaub das Gras zurückstutzt – wer gerade beginnt, sich für Smart-Home-Systeme zu interessieren, wird womöglich ziemlich überrascht sein, wie viele verschiedene Möglichkeiten es bereits gibt. Doch was bedeutet der Begriff überhaupt?

Vom Smart Home spricht man, wenn Haushaltsgeräte (z. B. Kühlschrank, Herd, Waschmaschine, Staubsauger), die Haustechnik (Heizung, Jalousien, Lichtsteuerung, Alarmanlage), aber auch Komponenten der Unterhaltungselektronik wie TV oder Soundanlage miteinander vernetzt sind und zentral zu bedienen sind. Und das Ganze nicht nur innerhalb der Räume, sondern auch von außerhalb bzw. unterwegs.

Intelligente Steuerung

Viele von uns haben bereits, teilweise vielleicht unbewusst, ein kleines bisschen Smart Home zu Hause. Ein großer Teil nutzt sicherlich die vielfältigen Funktionen eines Smart-TV-Geräts. Das beste Smart-Home-System begleitet unseren Alltag unauffällig. Es verknüpft die einzelnen Komponenten intelligent miteinander und lässt sich intuitiv per App, Funkschalter oder Sprachassistent steuern. Sprachsteuerungen wie Google Home, Siri von Apple oder die Assistentin Alexa des Systems Amazon Echo sind künstliche Intelligenzen. Diesen können Benutzer wie einem Menschen einfach per Sprachbefehl sagen, was sie für sie tun sollen. Die Palette reicht mittlerweile vom Lieblingslied beim Aufstehen bis zur entspannenden Lichtstimmung, die an individuelle Wünsche angepasst ist. Diese „Situationen“ können sogar so persona­lisiert werden, dass sie immer die ­bevorzugte Lichtstimmung oder Lieblingsmusik aktivieren. Da smarte Sprachsteuerungen mit künstlichen Intelligenzen arbeiten, lernen diese zudem ständig von selbst dazu.

Zukunftsmarkt

Smart-Home-Installationen werden beim Haus- oder Wohnungsbau schon bald zum Standard gehören. Der Umsatz im Smart-Home-Markt beträgt 2018 in Österreich laut einer Statistik etwa 247 Mio. Euro. Laut Prognose soll sich dieser Wert bis 2023 knapp verdreifachen. Das heißt, fast keine andere Branche hat so einen Aufwärtstrend zu verzeichnen. Das Ende der Fahnenstange ist also noch lange nicht erreicht …

Button steuert das Smart Home via App. © ButtonIntelligentLiving

Auf Knopfdruck per App

Button ist eine auf Software basierende Smart-Home-Steuerung, die herstellerübergreifende Smart-Home-Standards innovativ und intuitiv miteinander innerhalb einer Oberfläche (App/Web-interface) verbindet.

Ob Sie Lösungen und Konzepte bereits beim Neubau in Anspruch nehmen, Ihren Haushalt bei Renovierungen auf Smart-House-Standard aufrüsten oder einfach Ihre Mietwohnung komfortabel und kosteneffizienter gestalten wollen – die Experten von Button erarbeiten mit Ihnen das für Sie passende Smart-Home-Konzept.

Lukas Staudinger & Nikolaus Wagner, Button Intelligent Living (Bild unten): „Das Thema Sprachsteuerung wird immer wichtiger – Alexa, Siri, Google Assistent sollen nahtlos in die Smart-Home-Systeme der klassischen Anbieter integriert werden. Außerdem sollen Systeme nicht mehr rein auf Wünsche des Nutzers reagieren, sondern kontextgerecht vorschlagen, was bedient werden soll.“

Sicherheit rund ums Haus

Automatische Alarmaktivierung, präventiver Einbruchschutz, Anwesenheitssimulation, Alarmzonen, Alarmkette, Sicherheitszentrale – all das ist mittlerweile immer häufiger Standard.

Fred Mahringer, „A1 Smart Home“-Experte: „Neue Sensoren, neue Gadgets und Helferlein werden uns auch in den kommenden Jahren helfen, das Zuhause mit dem Produkt ,A1 Smart Home‘ komfortabler, sicherer, einfacher und energie-effizienter zu machen.“

Klangerlebnis

Eine Soundbar rundet jedes Film- oder Musikerlebnis mit kraftvollen Bässen und raumerfüllendem Surround Sound ab – erhältlich sind Sounbars bestimmter Marken bereits mit modernster Sprachsteuerung und Erweiterungsmöglichkeit für smarten Musikgenuss in mehreren Räumen.

Christian Dietrich, GF MediaMarkt Vösendorf: „Die Vorschau auf die Trends 2019 lässt die Herzen der Smart-Home-Fans höherschlagen: In stimmungsvollem Ambiente Musik hören oder die neuesten Filme in herausragender Qualität sehen – all das wird so einfach wie noch nie.“

Es werde Licht

Die TRÅDFRI-Fernbedienung von IKEA steuert mehrere Lampen gleichzeitig. © gustav

Timer einstellen, das Licht dimmen und wieder heller drehen, Lichtstimmungen erstellen, die Lichtfarbe anpassen – zahlreiche Anbieter haben smarte Beleuchtung im Angebot. So wie der schwedische Möbelriese IKEA. Schon jetzt lassen sich mit der TRÅDFRI-Fernbedienung bis zu 10 LED-Leuchtquellen (Lampen, Wandpanele oder bald auch schon Rollos) steuern – durch Ergänzung mit dem passenden Gateway, einer zentralen Steuereinheit und der App kann man zwischen insgesamt 20 Farb- und Weißtönen wechseln. Mehrere Leuchtgruppen können gestaltet und auf verschiedene Weise gesteuert werden, was ein ganz besonderes Raumgefühl ergibt.

Nicole Zangl, Interior-Design-Spezialistin IKEA: „2019 lässt sich noch mehr im Lichtspektrum über sogenannte Smart Devices steuern. Zu den herkömmlichen Leuchten und Wandpanelen kommen demnächst weitere Produkte, die die eigenen vier Wände tatsächlich zum smarten Home machen.“

TEXT: Michael Krause, FOTO: iStockphoto

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