Auf eine ganze besondere Vorstellung dürfen sich heuer die Zuschauer des Sommertheaters Mödling freuen. Die zwei Veranstalter Andreas und Gabi Berger bringen den Schwarz-Weiß-Filmklassiker „Don Camillo und Peppone“ auf die Bühne und somit einen Hauch Italien nach Niederösterreich. Ein Klassiker der 1960er-Jahre, der nirgendwo besser in Szene gesetzt werden könnte als auf dem romantischen Platz vor der Pfarre St. Othmar.

Giovannino Guareschis weltberühmter Film „Don Camillo und Peppone“ ist ab 6. Juli in einer Bühnenfassung auf der Sommerbühne in Mödling zu sehen. Der Klassiker, der den italienischen Klassenkampf der Nachkriegszeit zwischen Kommunismus und Kirche thematisiert, wird in der deutschen Theaterversion von Gerold Theobalt gezeigt. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Gabi erarbeitete der Veranstalter des Sommertheaters Mödling, Andreas Berger, eine spezielle Mödlinger Fassung. Auch eine Erzählerin wurde eingebaut, die manche Wendungen erklären und so mithelfen wird, die gewohnt kompakte Spieldauer von rund 90 Minuten zu erzielen. In die Rolle des Don Camillo schlüpft Victor Kautsch, Andreas Roder spielt sein kongeniales Gegenüber, den Bürgermeister Peppone.

Italienischer Klassiker trifft auf Mödlinger Theater

Für das Theaterstück wurde ein aufwendiges Bühnenbild kreiert, das vor allem durch seine Vielseitigkeit brilliert. So wird es ein zweistöckig bespielbares Rathaus geben sowie eine gespiegelte Kirche mit einem „lebendigen“ Jesus am Kreuz, der die berühmten Zwiesprachen von Don Camillo mit dem lieben Gott darstellen soll. Auch musikalisch wird es außergewöhnlich. Livemusiker spielen Stücke sowohl aus dem sakralen als auch aus dem volkstümlichen Bereich.

Inhalt: Italien, 1946: In einem kleinen Dorf in der Po-Ebene führt nach der Wahl des Kommunisten Peppone zum Bürgermeister der Klassenkampf der Arbeiter gegen die Großgrundbesitzer zum Streik! Don Camillo gerät beim Versuch, die Gemeinde zu einen, in handgreifliche Konflikte mit Peppone und Jesus am Kreuz muss seinen Diener des Öfteren zurechtweisen. Auch Fräulein Cristina, die alte Lehrerin, versucht die „dummen Buben“ zur Vernunft zu bringen. Eine Bischofsvisite nützt Peppone geschickt für seine Zwecke – zum Ärger von Don Camillo. Und die Liebesgeschichte der reichen Gina und des armen Mariolino findet dank Don Camillo und Peppone ein HAPPY END!

Stück: Der italienische Journalist und Autor Giovannino Guareschi (1908–1968) gründete nach Kriegsende in Mailand das satirische Wochenblatt „Candido“, in dem er immer wieder Geschichten über Don Camillo und Peppone veröffentlichte und diese schließlich zum Roman „Mondo Piccolo Don Camillo“ zusammenfasste. Dieser war die Grundlage für die berühmten Filme zwischen 1952 und 1965 mit Fernandel als Don Camillo und Gino Cervi als Peppone. Darauf baut auch die Bühnenfassung von Gerold Theobalt, die im Sommertheater Mödling in einer eigens für Mödling adaptierten Version gezeigt wird.

Karten, Theaterbuffet und Ausweichquartier

Das Stück wird auch heuer behutsam auf publikumsfreundliche, pausenfreie 90 Minuten reduziert. Rund eine halbe Stunde vor den Aufführungen lädt das beliebte Theaterbuffet mit zwei Hütten zur kulinarischen Einstimmung ein. Als wetterbedingtes Ausweichquartier fungiert die Europahalle Mödling.

Karten sind direkt über den neuen Ticketshop auf der Sommertheater-Homepage sowie im Tourismusbüro Mödling info.service erhältlich.

https://theater-moedling.at/

Foto: © Sommer Theater Mödling