Richard Woschitz: Architektur, die den Spieltrieb weckt

Ein Gebäude, das sich Block für Block aus Holz-Hybrid-Elementen zusammensetzen lässt. Wird das die nächste Revolution am Bau? Für Dr. Richard Woschitz liegen die Vorteile jedenfalls auf der Hand.

Stockwerk für Stockwerk geht es weiter nach oben. HoHo, das höchste Holzhochhaus, wächst derzeit in Wien-Aspern Richtung Himmel. Mit Projektentwicklerin Caroline Palfy, Generalunternehmer Markus Handler sowie Richard Woschitz, federführender Bauingenieur und Tragwerksplaner, kommt das Know-how dafür zu 100 Prozent aus dem Burgenland.

Gebäude aus dem Baukasten

Vor allem für Richard Woschitz ist Holz weit mehr als ein Baustoff – für ihn ist es eine Herzensangelegenheit. Er gilt als führender Experte, wenn es um den nachwachsenden Rohstoff am Bau geht. Laufend arbeitet er an neuen Optionen, Holz breitenwirksam in der Architektur zu verwurzeln. Die Ideen gehen ihm dabei nicht aus.

Seine jüngste Vision: Holzarchitektur im Bausteinprinzip. Die Idee dafür kam Richard Woschitz bei der Beschäftigung mit einem Modell des LEGO® House, das am 28. September 2017 im dänischen Billund eröffnet wurde. Auf der Konstruktionsbasis der bunten Spielsteine wurde dort ein 12.000 Quadratmeter großes Erlebniscenter realisiert. Diese Idee will Woschitz aufgreifen und auf das Thema Holz übersetzen.

„Es geht um prozessoptimiertes Bauen mit ­Holz-Hybrid-Bausteinen“, sagt Woschitz, der vor Kurzem in den erlesenen Club der europäischen Wirtschaftssenatoren aufgenommen worden ist. „Beim HoHo habe ich die ersten Überlegungen bereits einfließen lassen. Jetzt möchte ich dieses Baukastenprinzip auch für andere Projekte erschließen.

Das Stecksystem wird auch in ein großes Forschungsprojekt einfließen und die Basis für eine mögliche industrielle Fertigung liefern. Ich will das alte Wissen und die Fertigkeiten rund um den Baustoff Holz ins digitale Zeitalter übertragen.“

Flexibel und nachhaltig

Neben hoher Gestaltungsflexibilität bringt der frei konfigurierbare, modulare Aufbau einen weiteren entscheidenden Vorteil: Was einmal aufgebaut worden ist, kann auch wieder rückgebaut werden.

„Damit tragen wir dem Nachhaltigkeits­gedanken am Bau Rechnung“, sagt Richard Woschitz. „Professionell und sorgsam montiert, lassen sich die einzelnen Module wieder auseinandernehmen und können neu zusammengesetzt werden. Ist kein neuerlicher Einsatz geplant, kann der natürliche Baustoff Holz jedenfalls recycelt werden.“

Interessant sein könnte das ­neuartige Bauprinzip für Projekte aller Größen­ordnungen. Woschitz: „Das Thema ist für viele Anwendungsbereiche interessant. Ganz egal, ob es dabei um einen Unicampus oder ein Einfamilienhaus geht.“ Aber auch im Eventsektor und im Bereich der temporären Architektur ortet Richard Woschitz Potenzial für seine Idee.

„Bei Weltmeisterschaften oder Olympischen Spielen zum Beispiel werden so viele Gebäude errichtet, die anschließend oftmals keine Funktion haben. Mit meinem Konzept könnten sie nach Ende der Wettkämpfe einfach auseinandergenommen werden und würden nicht bloß die Landschaft verstellen.“

Erfolgreich unterwegs

In seine berufliche Karriere ist Richard Woschitz einst mit der ­Vision gestartet, einmal in der „Champions League“ der Bauindu­strie mitzuspielen. Schritt für Schritt hat er auf dieses Ziel hingearbeitet – und ist dabei stets bescheiden und bodenständig geblieben. „Die Richtung stimmt, aber es gibt noch viel zu tun, vor allem auf globaler Ebene“, sagt Woschitz.

Daher arbeitet er nicht nur an innovativen Baukonzepten, sondern treibt auch die Internationalisierung der Woschitz Group stetig voran. Jüngst wurde das erste Auslandsbüro in Tschechien eröffnet. Mit der Technischen Universität Belgrad besteht eine enge Kooperation, womit Woschitz auf dem serbischen Markt mitmischt. Schon bald sollen Projekte in Hamburg und Amsterdam folgen. Sogar der Sprung in den Fernen Osten, nach Japan, rückt in greifbare Nähe.

Und diese Spielklasse wäre ­sogar noch eine Nummer größer als die europäische Champions League.

Vorteile der Hybridbauweise im Baukastenprinzip:

  • Systematisiertes Bauen reduziert individuelle Fehler.
  • Roboterfertigung denkbar – Stichwort: Facharbeiter-Mangel!
  • Flexible Architekturlösungen dank Holzmodulen im Stecksystem
  • Wiederverwendbare Bauelemente sind auch finanziell interessant.
  • Das Bauen wird nachhaltig, da die einzelnen Elemente recycelbar sind.

Woschitz Group

1010 Wien, Karlsplatz 2, Top 19
Telefon 01/504 98 63-26,
Fax 01/504 98 63-20
office@woschitzgroup.com
www.woschitzgroup.com
Details zum „HoHo Wien“: www.hoho-wien.at

Advertorial. TEXT: Christoph Berndl, FOTOS: Tanja Hofer

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