Als Maler, Grafiker, Poet und Dramatiker provozierte Oskar Kokoschka (1886–1980) die Kunstwelt als Enfant terrible und radikaler Erneuerer. Das Leopold Museum widmet dem einst als „Oberwildling“ bezeichneten Künstler eine der bisher umfassendsten Retrospektiven. Zu sehen von 6. April bis 8. Juli.

Die rund 260 Exponate umfassende Retrospektive trägt sämtlichen Schaffensphasen Kokoschkas mit hochkarätigen Leihgaben aus internationalen Museen und Privatsammlungen Rechnung und präsentiert den vielseitigen Künstler mit Gemälden, Zeichnungen, Aquarellen, Druckgrafiken sowie seiner Arbeit für Kunstzeitschriften oder für das Theater.

Homo politicus

Kokoschka, dessen Biografie einem Parallellauf durch die Geschichte des 20. Jahrhunderts gleicht, wird dabei zugleich als radikaler Erneuerer und Multitalent präsentiert – als Maler, Zeichner, Druckgrafiker, Literat, Dramatiker und Theatermacher wie auch als Humanist, überzeugter Europäer und als ambivalenter „Homo ­politicus“. Vom nationalsozialistischen Regime als „entarteter Künstler“ diffamiert, setzte er sich sein Leben lang für Humanismus und Pazifismus ein.

Die Ausstellung

Die Ausstellung im Leopold Museum, das selbst über umfangreiche Bestände verfügt, entsteht in Kooperation mit dem Kunsthaus Zürich sowie in engem Austausch mit der Fondation Oskar Kokoschka in Vevey und dem Oskar Kokoschka-Zentrum in Wien.

Wann: 1. April bis 8. Juli
Wo: Leopold Museum, 7., Museumsplatz 1
Weitere Infos unter Tel. 01/525 70-0 oder www.leopoldmuseum.org

Foto: © Fondation Oskar Kokoschka