In den Museen und Galerien herrscht momentan Hochbetrieb. Wir haben ein paar Ausstellungen zusammengefasst, die Sie vielleicht interessieren werden.

Die Initialzündung für die Reformation

Vor 500 jahren hat Martin Luther seine 95 Thesen am Hauptportal der Schlosskirche in Wittenberg angeschlagen – mit tief greifenden Folgen für die Kirche. Zwei Ausstellungen folgen der Entwicklung der evangelischen Kirche bis in die Gegenwart.

Im Landesmuseum Burgenland werden bedeutende Persönlichkeiten aus dem geistlichen und weltlichen Bereich, für die evangelische Kirche wichtige Orte sowie Positionen (in) der Kirche von Luther bis heute vorgestellt. Besonderes Augenmerk wird selbstverständlich auf den Aufbau und Werdegang der evangelischen Kirche im Burgenland gerichtet.

Das Wien Museum erinnert daran, dass selbst Wien für einige Jahrzehnte eine mehrheitlich protestantische Stadt war, bevor evangelischer Gottesdienst ­verboten wurde. Erst das Toleranzpatent Josephs II. aus dem Jahr 1781 gestand den Lutheranern und ­Kalvinern freie Religionsausübung zu.

Mit drei herausragenden Originaldokumenten – den gedruckten Thesen Luthers von 1517, dem ­Augsburger Bekenntnis von 1530 und dem Augsburger Religionsfrieden von 1555 – richtet die Ausstellung den Blick auch über Wien hinaus.

Brennen für den Glauben
bis 14. Mai, Wien Museum Karlsplatz, 4., Karlsplatz, Telefon 01/505 87 47-0

Ein Christenherz auf Rosen geht …
24. Februar bis 12. November, Landesmuseum Burgenland, Eisenstadt, Museumgasse 1–5, Telefon 02682/719–4000


Blaues Gold

Wasser in allen Facetten -bietet für Künstler jeder -Epoche eine unerschöpfliche Quelle der Inspiration. -Gemälde vom 19. bis zum
21. Jahrhundert – darunter Werke von Franz Erntl, Elfriede Ettl, Rudolf Klaudus und Michael Mayr sowie Arbeiten zeitgenössischer Künstler wie Hans Wetzelsdorfer, Wolfgang Horwath oder Elke Mischling – erzählen Geschichten vom Nutzen und Vergnügen, von der Schönheit, aber auch von Herausforderung, Gefahr und Katastrophen.

bis 26. 3., Landesgalerie Burgenland, Eisenstadt, Franz-Schubert-Platz 6, Telefon 02682/719-5000


Jean Dubuffets Art Brut

Mitte der 1940er-Jahre machte sich Jean Dubuffet auf die Suche nach einem neuen Kunstbegriff: Frei, unbeeinflusst, antiintellektuell und roh – also „brut“ – sollte diese Kunst sein. Und Dubuffet fand sie an ungewöhnlichen Orten: auf der Straße, in -Gefängnissen, in der Volks- und Stammeskunst oder in psychiatrischen Kliniken inner- und außerhalb Europas. Diese Kunst sollte Dubuffets Grundlage für den von ihm entwickelten Begriff Art brut werden. Das museum gugging zeigt 169 Arbeiten aus Dubuffets berühmt gewordener Sammlung.

bis 2. 7., museum gugging, Maria Gugging, Am Campus 2, Telefon 02243/870 87


Handyfilmen: Jugend. Alltag. Medienkultur.

Sie sind mittlerweile allgegenwärtig: Handyfilme. Die enorme Reichweite und die Verbreitung quer über den Globus machen den Trend zu einem gesellschaftlichen Phänomen mit hoher Bedeutung. Im Volkskundemuseum Wien widmet sich eine Ausstellung dem Thema. Interessierte erhalten hier ein spannendes Bild über die Entwicklungen und Hintergründe.

bis 7. 7., Volkskundemuseum Wien, Laudongasse 15-19, 1080 Wien, Telefon 01/406 89 05


Katastrophen einst und jetzt

Werden menschen mit  Naturereignissen wie Erdbeben, Sturm, Hagel und Hochwasser konfrontiert, reagieren sie meist überaus emotional. Nur allzu oft wird dabei vergessen, dass Naturgewalten auch in der Vergangenheit im Leben des Menschen von Bedeutung waren.

Die Ausstellung will einerseits erklären, wie es überhaupt zu derartigen Naturgewalten kommt. Wie entstehen Erdbeben? Was sind die Ursachen für Bergstürze? Warum kommt es zu Hochwässern und wie entstehen Eisstöße? Andererseits soll ein Bogen von historischen Ereignissen zur Gegenwart gespannt werden, wobei auch Grundlagenforschung, wie z. B. im Conrad Observatorium am Trafelberg in Niederösterreich, soziale und ökonomische Aspekte sowie die Rezeption der Ereignisse in der Malerei, Literatur und Musik Themen sind.

gewaltig! extreme naturereignisse
ab 12. März, Museum Niederösterreich, St. Pölten, Kulturbezirk 5, Telefon 02742/90 80 90

FOTO: Florian Wegelin

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