Er ist erfolgreicher Hundetrainer, TV-Star und Entertainer in einer Person. Als „Der Hundeprofi“ auf VOX versammelt Martin Rütter (47) auch hierzulande seine Fans vor den Fernsehbildschirmen, mit seinen Liveshows füllt er die größten Veranstaltungshallen. Heuer bringt er sein neues Bühnenprogramm nach Österreich. Es wartet ein augenzwinkerndes Plädoyer für Bello, Flocki und Co.

Der Titel sagt eigentlich alles: „Freispruch!“ heißt die neue Liveshow von Martin Rütter. Darin schlüpft der gebürtige Duisburger in die Rolle des Anwalts aller Hunde. Denn im Zusammenleben mit uns Menschen gibt es immer wieder ­Probleme und Missverständnisse, die meistens jedoch den Vierbeinern angelastet werden. Dabei gilt für sie vollkommen zu Recht die Unschuldsvermutung, wie uns Martin Rütter im Interview verraten hat.

schau: In Ihrer neuen Show „Freispruch!“ treten Sie als Anwalt der Hunde auf. Warum brauchen unsere vierbeinigen Freunde eigentlich einen Verteidiger?
Martin Rütter: Es hat sich in den letzten Jahren so entwickelt, dass ich mich wirklich inzwischen als der „Anwalt der Hunde“ fühle. Ich mache meinen Beruf jetzt seit 24 Jahren und habe immer das Gefühl, als müsste ich die Hunde rausboxen. Die Leute sagen immer: Der Hund ist schuld. Und ich muss dann immer Strategien finden, wie wir ihn freigesprochen kriegen. Die Leute denken: Mein Hund bettelt, das nervt. Sie müssen aber verstehen: Gemacht haben dieses Problem eigentlich Frauchen und Herrchen.

Mensch und Hund sprechen nicht dieselbe Sprache. Deshalb versuchen Sie sich auf der Bühne und im TV als Übersetzer. Wo gibt es eigentlich die größten Missverständnisse?
Es gibt natürlich Klassiker, wie zum Beispiel das Anspringen bei der Begrüßung, das fast immer als Freude des Hundes empfunden wird. In den wenigsten Fällen ist es aber freundlich gemeint, sondern viel häufiger als Korrektur am Menschen, der den Hund nicht mit nach draußen genommen hat. Oder das Schwanzwedeln, das die meisten Leute ebenfalls generell als Freude interpretieren. Dabei kann das Schwanzwedeln sehr unterschiedliche Bedeutungen haben. Wenn zum Beispiel der Körper beim Wedeln ruhig ist und der Hund dabei den Kopf leicht abgesenkt hält und sein Gegenüber fixiert, dann zeigt die wedelnde Rute lediglich die Aufregung des Hundes kurz vor einem Angriff.

Wenn es im Zusammenleben zwischen Hund und Mensch nicht klappt, so liegt das Problem ja bekanntlich meist beim Zweibeiner. Gehen wir mit dieser Erkenntnis im Alltag auch entsprechend um?
Oftmals nicht, das sehe ich in meiner täglichen Arbeit. Meist fehlt es dem Menschen an Konsequenz und Disziplin, die unersetzliche Faktoren in Sachen Hundeerziehung sind. Es bedarf fester Regeln, an die sich beide halten müssen. Will der Mensch nicht, dass der Hund auf die Couch geht, dann muss er ihm das konsequent vorleben. Immer sonntags darf der Hund mit am Frühstückstisch sitzen und bekommt sein Leberwurstbrötchen, an den anderen Tagen aber nicht. Das kapiert kein Hund und verunsichert ihn nur. Ein Hund benötigt klare Regeln, nur so kann er Vertrauen zu seinem Menschen aufbauen und sich auch in schwierigen Situationen auf ihn verlassen. Dieses „Heute nein, morgen aber ja“ verwirrt den Hund nur und ist dementsprechend kontraproduktiv.

Ein Sprichwort sagt: „Wie der Herr, so ’s Gescherr“. Trifft’s das?
Eine äußerliche, optische Ähnlichkeit ist ja eher selten zu bestaunen. Aber charakterlich oder im Verhalten kann man mitunter schon eine Annäherung erkennen. Meine erste Hündin Mina beispielsweise wurde mit der Zeit immer klüger. Meine Kinder sagten dann immer: Sie wird aber auch verfressener (lacht).

Was sind die häufigsten Fehler, die Ihnen in der Praxis immer wieder begegnen?
Es gibt drei Kardinalfehler: Die ­ex­treme Vermenschlichung, denn diese schürt Erwartungen, die der Hund niemals erfüllen kann. Ein Hund kann nicht denken und handeln wie ein Mensch. Dazu kommt, wie bereits erwähnt, mangelnde Konsequenz. Menschen stellen Regeln auf, gehen dann aber zu lax mit diesen um. Und ein weiteres Problem ist die mangelnde Beschäftigung. Hunde brauchen körperliche und geistige Beschäftigung.

Den kompletten Beitrag finden Sie auf readly.at.

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„FREISPRUCH!“ – die neue Liveshow von Martin Rütter

07.03.2018 Salzburg, Salzburg Arena

08.03.2018 Wien, Wiener Stadthalle D

11.12.2018 Linz, Tips Arena

12.12.2018 Graz, Stadthalle

13.12.2018 Villach, Stadthalle

Karten: oeticket.com und lokale Ticketpartner

INTERVIEW: Christoph Berndl, FOTO:Guido Engels

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