Ein spezifischer Boden, traditionelle Sorten und ein bedachter Ausbaustil sind die Basis für die Weine mit dem Leithaberg DAC Siegel. Die edlen Tropfen profitieren natürlich auch vom Klima.

Eine Frage der Lage. Westlich des Ufers, an der burgenländischen Seite des Leithagebirges, liegt das Weinbaugebiet Leithaberg. Mit seinen 3.576 Hektar gehört die hügelige Region nicht nur zu den schönsten Landschaften des Landes, sondern verfügt auch über ganz spezielle klimatische Bedingungen.

Denn die Sonnentage rund um den Neusiedler See sind häufig. Und lang. Es gibt mehr als 2.000 Sonenstunden pro Jahr. Ideal also für den Anbau von gutem Wein. Das milde pannonische Klima, die Winde vom See und der Sonnenschein ermöglichen ein langes Ausreifen der Trauben, während die kühlen Nächte im Gebirge intensive Aromen entwickeln lassen. Und nicht nur das, auch die geologischen Besonderheiten der Bodenstruktur aus Glimmerschiefer und Muschelkalk, auch Leithakalk genant, spielen eine wichtige Rolle bei der Entstehung von besonderen Weinen. Der Kalk verleiht eine leicht salzige Note, der Schiefer die nötige Spannung. Ein wahrer Bodenschatz für die ansässigen Winzer.

Junge Erfolgsstory

Diese perfekten Voraussetzungen und jahrelange (Zusammen-)Arbeit zahlreicher, namhafter Winzer ist es zu verdanken, dass 2010 Leithaberg in den Status einer DAC Region erhoben worden ist. Das sehr spezifische Terroir, traditionelle Sortenwahl und ein klassischer Ausbaustil waren dabei entscheidend.

Im Kollektiv, doch individuell

Über 70 Winzer haben sich mittlerweile dazu entschlossen, als Leithaberg-Mitgliedsbetriebe unter dem DAC Siegel mineralische und herkunftstypische, elegante Charakterweine vom Leithaberg zu keltern. Ein feines Geflecht aus Fruchtaromen, Säure, Mineralität und eine elegante Tanninstruktur: So individuell die Handschrift der Winzer von Jois bis Müllendorf ist, so ident ist ihre gemeinsame Idee bzw. das Konzept dahinter – die Einzigartigkeit der Region in die Flasche zu füllen.

Leithaberg schmeckt man

Diese sollen eben Botschafter ihrer unverwechselbaren Herkunft sein, also vom Laien und Weingenießer erkostbar und leicht zuordenbar sein. Großes Augenmerk wird deshalb auf die Punkte Balance, Finesse und Eleganz gelegt. Übermäßiger, dominanter Holzeinsatz sind ebenso tabu wie hoher Alkohol oder Restzucker. Die Weine werden ausschließlich trocken vinifiziert (ausgebaut). Bei der Kellerarbeit wird nur minimal eingegriffen. Nach der Handlese werden die Trauben eingemaischt und vergoren – eigentlich immer ohne Zusatz von Kulturhefen. Die Winzer geben dem Wein die nötige Zeit für seine Entwicklung.

Rot und weiß

Eine Besonderheit stellt die Sortenauswahl dar. Als einziges DAC-Gebiet Österreichs werden weiße und rote Weine der „Reserve“-Kategorie angeboten. Seit 2015 werden auch Einzellagen unter dem DAC Siegel abgefüllt. Die weißen Leithaberg-Weine werden aus den Burgundersorten Weißburgunder, Chardonnay aber auch Neuburger gekeltert. Sie gedeihen besonders gut auf Kalkböden. Auch der Grüne Veltliner bringt als Leithaberg weiß – vor allem auf Schiefer – hervorragende Qualitäten hervor. Der rote Leithaberg reift im Holzfass heran und ist ein vielschichtiger Blaufränkisch.

Ein Wein zum Essen

Leithaberg-Weine präsentieren sich generell als ideale Speisenbegleiter der kreativen oder pannonischen Küche. Sie ergänzen auch kräftig ­gewürzte, asiatische oder üppige ­Gerichte. Ein Weißer passt zu ­Tafelspitz, Wiener Schnitzel oder Backhendl. Oder zum Fisch. Der Rote harmoniert mit einem kurz angebratenen Steak, Wild oder Lamm. Klingt verführerisch …

Verein Leithaberg

Johannesstraße 25
7082 Donnerskirchen
E-Mail: wein@leithaberg.at

Weitere Informationen unter:
www.leithaberg.at
Winzer-Liste:
www.leithaberg.at/#winzer

TEXT: Michael Krause, FOTO: Paul Szimak

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