Klöster, Stifte und Gotteshäuser – in Niederösterreich sind besonders viele und wunderschöne Stifte zu finden. schau hat Melk, Göttweig und Heiligenkreuz besucht – und vielleicht zu Gott gefunden …?

Wissen sie, wo Papst Benedikt XVI. nächtigte, als er 2007 Österreich besuchte? Gut für die Ungläubigen, äh, Unwissenden unter uns: es war in Stift Heiligenkreuz in Niederösterreich. schau hat dem heiligen Ort einen Besuch abgestattet und sich ein bisschen in den Gemächern umgesehen.

Aber nicht nur im Wienerwald waren wir auf der Suche nach göttlichen Wallfahrten, in Göttweig nahe St. Pölten und in Melk haben wir die Stiftsklöster besucht und – auch für Nicht-Christen – die besten Infos für den nächsten Ausflug zusammengefasst.

Barockstift Göttweig

In 422 Meter Seehöhe ruht das Stift Göttweig am östlichen Rand des Donautales der Wachau. Mit benediktinischer Gastfreundschaft wird man verwöhnt, wenn man Stift Göttweig in Niederösterreich besucht – ist es nicht nur Anziehungspunkt für Gäste aus aller Welt, sondern auch ein spirituelles Zentrum. Seit 2001 UNESCO Kulturerbe, bietet das Stift jeden Komfort, aber auch den Weg zu Ruhe und Besinnung.

Insgesamt 26 Zimmer stehen zur Verfügung für jene, die Stille und Einkehr suchen, hierfür werden auch Fasten- und Einzelexerzitien angeboten. Oder aber Genießer-Packages in den luxuriösen Appartements des ehemaligen Abtes mit wunderschönen Stuckdecken und kostbarem Mobiliar. Ein reichhaltiges Programm erwartet die Gäste des barocken Stifts am Göttweiger Berg.

Ob Gottesdienste, das Museum im Kaisertrakt, Sonderausstellungen sowie Kunstsammlungen oder die Göttweiger Stiftskonzerte – hier erlebt man eine Vielfalt der Kultur. Die wunderbaren Kunstsammlungen des Stiftes bieten Einblicke in graphische Sammlungen, ein Musikarchiv mit Autographen- und Instrumentensammlungen, eine Gemäldegalerie und in die kirchliche Schatzkammer.

Keinesfalls entgehen lassen sollten sich die Gäste die monumentale Kaiserstiege mit dem Deckenfresko Paul Trogers aus dem Jahr 1739. Sie gehört zu den schönsten und vor allem größten barocken Treppenhäusern Europas und ist im Museum im Kaisertrakt zu finden. Freunde der Musik werden die Stiftskonzerte genießen. Vielleicht ist es ja noch etwas früh, aber lassen Sie sich doch ab 26. November von den wunderbaren Adventkonzerten in Göttweig verzaubern.

www.stiftgoettweig.at

Die singenden Mönche von Stift Heiligenkreuz

Im Herzen des Wienerwalds liegt die Zisterzienserabtei Stift Heiligenkreuz. Mit fast 900 Jahren heißt das Kloster auch heute noch jeden Gast willkommen, nicht nur den Papst. Bei urigen Klosterführungen lernt man alles über das Leben der Mönche und darf sich in der mittelalterlichen Totenkapelle einen leisen Schauer über den Rücken jagen lassen.

Das eindrucksvolle Brunnenhaus, das einer Kapelle ähnelt, ist ebenfalls Teil der Führung. Für das leibliche Wohl wird im Klostergasthof gesorgt und stehen hier auch zwei moderne Seminarräume für Tagungen und Kongresse zur Verfügung. Egal, ob gläubig oder nicht das tägliche Chorgebet der Mönche sollte jeder einmal erlebt haben. Die Mönche sind seit 2008 bekannt durch ihre Chant-CDs und wecken Gänsehaut mit ihrem jahrhundertalten Gregorianischen Choral beim gemeinsamen Gebet.

www.stift-heiligenkreuz.org

Stift Melk

Zuerst als Babenbergerburg und dann als Benediktinerkloster, ist das Stift Melk seit über 1000 Jahren geistiger und kultureller Mittelpunkt des Landes. Wunderbar gestaltete Museumsräume, Prunksäle wie der Marmorsaal oder die hochbarocke Stiftskirche begeistern tausende von Besuchern aus aller Welt. Ganz besonderer Anziehungspunkt ist der Stiftspark mit dem barocken Gartenpavillon.

Zu einem Kloster gehören natürlich auch prächtige Glocken und gibt es davon im Stift Melk ganz spezielle. Nicht ganz zu unrecht hat die Große Glocke ihren Namen, mit 7.840 Kilogramm und 236 Zentimeter hat sie eine imposante Erscheinung. Nein, sie sticht nicht und fahren tut sie auch nicht die Marienvesper: Lauschen Sie doch am 15. Oktober der Komposition von Claudio Monteverdi, dirigiert von Heinz Ferlesch, in der Stiftskirche in Melk.

www.stiftmelk.at

TEXT: Nina Nekoui, FOTO: Donau Niederösterreich/Steve Haider

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