Für Landeshauptmann-Stellvertreter Johann Tschürtz ist Sicherheit die Basis eines guten und gelungenen Lebens. Tausende Helfer sind tagtäglich für das Wohl ihrer Landsleute im Einsatz. Mit dem „Sicherheitspreis“ holt Tschürtz die stillen Helden vor den Vorhang.

Warum ist Ihnen das Thema „Sicherheit“ so wichtig?
Johann Tschürtz: Weil die Sicherheit in unserer Gesellschaft einen besonders hohen Stellenwert besitzt. Ein gutes und gelungenes Leben kann nur dort stattfinden, wo sich die Menschen auch sicher fühlen. Für Sicherheit zu sorgen, ist deshalb eine der wichtigsten Herausforderungen, der sich die Politik auf allen Ebenen zu stellen hat. Das Burgenland hat das erkannt und nimmt eine Vorreiterrolle in Österreich ein.

Was kann die Politik tun?
Mit einer Änderung der Behördenstruktur im Amt der Burgenlän­dischen Landesregierung, einem ­eigens geschaffenen Hauptreferat „Sicherheit“, der Installierung des Landessicherheitsrates und der Neuausrichtung der Landessicherheits­zentrale (LSZ) konnten bereits die Weichen in die richtige Richtung ­gestellt werden. Damit geben wir Antworten auf neue Herausforderungen und setzen zukunftsweisende Schwerpunkte. Schon heute ist das Burgenland eines der sichersten Bundesländer und wir müssen da­rauf achten, dass das auch so bleibt.

Reicht der politische Wille aus?
Nein, aber er schafft die Basis. Dass das Burgenland seinen Bürgern einen ausgesprochen hohen Sicherheitsstandard bietet, liegt nicht zuletzt am außerordentlichen Einsatz unserer Rettungsorganisationen, unserer Feuerwehren, unserer Polizei und unseres Bundesheeres.

Wie viele Menschen sind in diesem Bereich tätig?
Wir sprechen über Tausende hauptberuflich oder aber auch ehrenamtlich tätige Mitarbeiter. Sie sind über unser gesamtes Bundesland verteilt rund um die Uhr, bei Wind und ­Wetter und in jeder erdenklichen ­Situation bereit, ihren Mitbürgern zu helfen und für die Sicherheit der Menschen im Burgenland zu sorgen. Diesen Menschen gebührt mein tiefster Dank und Respekt.

Diese wertvolle Arbeit bekommt man oft gar nicht mit. Keiner wünscht eine Krisensituation.
Das stimmt. Doch wir wollen die stillen Helfer vor den Vorhang holen. Aus diesem Grund freue ich mich ganz besonders, dass auch heuer wieder der „Sicherheitspreis des Landes Burgenland“ als Anerkennung für besondere Menschen und besondere Leistungen vergeben wird.

Welche Initiativen laufen noch?
Wichtig ist auch die Förderung eines breiten Sicherheitsbewusstseins in der Bevölkerung. Dazu haben wir die Aktion ,,Sicherheitspartner“ ins Leben gerufen, die vor allem im präventiven Bereich zur Vermeidung von Straftaten beitragen soll. Die ­Kriminalitätsstatistik entwickelt sich aufgrund der vielen Maßnahmen ­positiv. Die Maßnahmen zeigen Wirkung, aber noch immer ist der Schutz der EU-Außengrenzen nicht aus­reichend. Aus meiner Sicht müssen weiterhin die EU-Binnenkontrollen fortgesetzt werden. Mir als zuständiges Regierungsmitglied ist wichtig, dass die Sicherheitsstrukturen des Landes bestens funktionieren. Das gelingt nur, wenn alle Organisationen und Behörden an einem Strang ziehen. Und das ist im Burgenland der Fall. Zu diesem Zweck haben wir die übergreifende Plattform „Landessicherheitsrat“ gegründet.

Vielen Dank für das Gespräch.

FOTO: FPÖ

Das könnte Sie auch interessieren

Alexander Petschnig: Offene Türen für Unternehmen Im Burgenland werden Unternehmen herzlich empfangen. Auch Start-ups will Wirtschaftslandesrat Alexander Petschnig beim Geschäftsaufbau unter die Arme ...
Sicheres Leben im Burgenland Das Burgenland ist ein sicheres Bundesland. In erster Linie ist das ein Verdienst der Rettungs-, Hilfs- und Einsatzorganisationen und ihrer zahlreiche...
Energie Burgenland: Kunden werden zu Partnern und Produzenten Der Energiemarkt bleibt spannend. Nicht nur die Beziehung zwischen Anbieter und Kunde verändert sich. Welche Trends in Zukunft den Markt prägen werden...
Astrid Eisenkopf: Zukunft ist weiblich & nachhaltig Mit einem Schwerpunkt auf Frauenarbeit und den wichtigen Umweltthemen punktet Landesrätin Astrid Eisenkopf vor allem auch bei der jungen Generation im...
Share This