Mit ihrer Mischung aus Schlager und Pop hat Helene Fischer bereits mit nur 32 Jahren den Olymp des -deutschen Schlagers erklommen. Nach einem ruhigen Jahr startet sie ab Weihnachten wieder voll durch.

Jetzt ist es Fix: Helene Fischer (32) ist die beste Schlagersängerin aller Zeiten. Dieses Ergebnis lieferte jüngst eine ­Umfrage von „TNS Emnid“, einem der größten Meinungsforschungsinstitute in Deutschland. 39,3 Prozent der Befragten wählten Helene an die Spitze – und das quer durch alle Altersgruppen. Dies ist übrigens ­bereits der zweite Sieg in einer Umfrage in diesem Jahr. Schon im Juni wurde dasselbe Institut von der Zeitung „Auf einen Blick“ beauftragt, sich auf die Suche nach Deutschlands schönster Schlagersängerin zu machen.

Auch da waren sich  die Befragten mehr als einig. Mit 59,9 Prozent – bei den 14- bis 29-Jährigen waren es gar 67,8 Prozent – konnte Helene Fischer auch hier den Sieg verbuchen. Auf Platz zwei landete Andrea Berg (19,7 %), Platz drei ging an DSDS-Gewinnerin Beatrice Egli (14,2 %) aus der Schweiz. Dahinter folgten Vanessa Mai (13,5 %), Michelle (11 %), Nicole (10,7 %), Stefanie Hertel (6,8 %), Claudia Jung (6,2 %), Anna Maria Kaufmann (6,1 %) und Kristina Bach (4,2 %).

Phänomenal erfolgreich

Fest steht: Helene Fischer ist ein Phänomen – und vor allem phänomenal erfolgreich. Sie hat es geschafft, die Schlagermusik aus der Schunkel­ecke zu holen. Ihre Fangemeinde umfasst ganze ­Familienverbände quer über alle ­Generationen. Unweigerlich denkt man dabei an Udo Jürgens, dem  dies ebenso auf einzigartige Weise gelungen ist. Nachdem sich die Künstlerin in letzter Zeit sehr rar gemacht hatte, ließ sie Ende Oktober ihre Fans aufhorchen. 2017 startet sie ihre neue Tournee, die sie 2018 auch in die Wiener Stadthalle führen wird. Unglaubliche fünf ­Termine von 13. bis 18. Februar sind dafür ­reserviert.

Wer Helene Fischer kennt, der weiß, dass ihre Konzerte wieder Rekorde brechen werden. Überhaupt führte sie ihr bisheriger Karriereweg entlang einer Kette beachtlicher Erfolge.

Staatlich anerkannte ­Musicaldarstellerin

Stimme, Talent, Ausstrahlung – vor allem harte Arbeit: Es ist ein Mix aus vor allem diesen vier Qualitäten, der das Phänomen Helene Fischer ausmacht. Das Talent für die Bühne zeigte sich früh. Am 5. August 1984 im russischen Krasnojarsk – drittgrößte Stadt Sibiriens, knapp eine Million Einwohner, liegt am Jenissei-Fluss und an der Transsibirischen Eisenbahn – geboren, übersiedelte die Familie 1988 nach Wöllstein in Rheinland-Pfalz. Bereits während der Schulzeit engagierte sich Helene in Theatergruppen und belegte ­Musicalkurse. Nach dem Realschulabschluss folgte eine dreijährige ­Ausbildung an der Stage & Musical School in Frankfurt am Main.

2003 legte Helene die Bühnenreifeprüfung ab und ist seither staatlich anerkannte Musicaldarstellerin. Den Grundstein für Helenes Karriere legte übrigens ihre Mutter Maria. Sie schickte eine Demo-CD an den Künstlermanager Uwe Kanthak und brachte damit eine Lawine ins Rollen. Das war 2004, der Rest ist beinahe schon Musikgeschichte.

Liebe auf den ersten Takt?

Die Premiere im Fernsehen gab es für Fischer am 14. Mai 2005. Im „Hochzeitsfest der Volksmusik“ auf ARD sang sie ein Duett mit Florian Silbereisen (35), der die Sendung moderierte. Vielleicht funkte es ­bereits damals zwischen den beiden. Jedenfalls machte Silbereisen im ­August 2008 seine Beziehung zur Schlagersängerin öffentlich. Bis heute ist er der Mann an ihrer Seite.

Atemlos an die Spitze

Insgesamt zehn Millionen Tonträger hat Helene Fischer bis heute alleine in Deutschland verkauft. 2006 erschien Helene Fischers erstes Album „Von hier bis unendlich“. Doch erst mit ihrem Studioalbum Nummer fünf „Für einen Tag“ schaffte sie es im Oktober 2011 erstmals auf Platz eins der deutschen Charts. In Österreich und der Schweiz belegte es jeweils Platz zwei.

Mit dem Nachfolgealbum „Farbenspiel“ fixierte sie das Ländertripel an der Chartsspitze. Deutschland, Österreich und die Schweiz meldeten Platz eins. Die Singleauskopplung „Atemlos durch die Nacht“ wurde zum Riesenhit. Das aktuelle Album „Weihnachten“ – mit dem Royal Philharmonic Orchestra – ist auf dem besten Weg dorthin.

Preisregen bringt Segen

Mit 16 „Echos Pop“ (vergeben von der Deutschen Phono-Akademie) und sieben „Goldenen Hennen“ ­sowie der „Superhenne“ (2014) zum  20. Jubiläum des Awards (vergeben vom Magazin „Superillu“ sowie den TV-Sendern MDR und RBB) ist Helene Fischer auch hier absolute Rekordhalterin. Außerdem durfte sie sich unter anderem über vier „Kronen der Volksmusik“, jeweils zwei „Goldene Kameras“ und „Live Entertainment Awards“ sowie eine österreichische „ROMY“ (2014) freuen. Der Platz daheim dürfte also langsam eng werden.

Helene bei uns im Wohnzimmer

Seit 2011 besucht uns die Schlagersängerin ein Mal jährlich im Wohnzimmer. In der „Helene Fischer Show“ begrüßt sie prominente Künstlerkollegen. Das aufwendig produzierte Format wird jeweils in einer anderen Location aufgezeichnet und im Advent ausgestrahlt. 2015 gastierte die Show übrigens in der Wiener Hofburg. Heuer wird in der Halle 6 der Messe Düsseldorf aufgezeichnet.

Neue Tournee 2017/18

Neben ihren Tonträgern gilt Helene Fischer auch als hervorragende Entertainerin, die es perfekt versteht, ihr Publikum live zu begeistern. Ihre letzte Tournee „Farbenspiel“ zog 1,2 Millionen Fans an. Sie gastierte in 15 Stadien. Unter anderem füllte sie im Juni 2015 zwei Mal das ­Wiener Stadion (80.000 Besucher) – außer ihr gelang das bisher lediglich einem gewissen Robbie Williams. Für die kommende Tournee darf man wieder eine bombastische Show erwarten. Für die Produktion verpflichtete Helene Fischer 45 DEGREES, ein Unternehmen des CIRQUE DU SOLEIL.

TEXT: Christoph Berndl, FOTO: Kristian Schuller

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