Zum Anlass  „100 Jahre Republik“ widmet sich die erste Schwerpunktausstellung „Die umkämpfte Republik“ im Haus der Geschichte auf rund 550 m² der spannenden Geschichte Österreichs in der Zwischenkriegszeit, von der Republikgründung 1918 bis zum „Anschluss“ 1938.

Die massiven, ideologisch motivierten Gegensätze zwischen den politischen Lagern, die Unfähigkeit zu Kompromissen der politischen Eliten, die tiefe Spaltung der Bevölkerung, die hohe Arbeitslosigkeit und Verarmung breiter Schichten führten zu einer Radikalisierung der ­Gesellschaft. Die Bereitschaft, politische Konflikte durch Gewalt zu ­lösen, war in allen drei politischen Lagern präsent. Heimwehren, Republikanischer Schutzbund und Staatsmacht standen einander in einem ­latenten Bürgerkrieg gegenüber.

Gewaltbereitschaft

1933 beseitigte Bundeskanzler Engelbert Dollfuß die Demokratie, der Bürgerkrieg im Februar 1934 entzweite das Land vollends, im Juli 1934 wurde Dollfuß von Nationalsozialisten ermordet. Die Errichtung des autoritären Ständestaates war das ­österreichische Modell einer Faschisierung Zentraleuropas.

Besucherforen

Breiten Raum wird die Darstellung der sozialen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen einnehmen. Das dritte wichtige Themenfeld bildet die Außenpolitik Österreichs bzw. das Einwirken äußerer Faktoren auf den schwachen Kleinstaat im Zentrum Europas. In Besucherforen wird zum Nachdenken und zur Diskussion angeregt – über ­aktuelle Herausforderungen für die Demokratie genauso wie über die Werte einer demokratischen Gesellschaft.

Die umkämpfte Republik

Bis 24. März 2019,
Haus der Geschichte im Museum Niederösterreich,
St. Pölten, Kulturbezirk 5,
Tel. 02742/90 80 90,
www.museumnoe.at

FOTO: Museum Niederösterreich

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