Am 27. April startet im Schloss Halbturn die Ausstellung „Geheimnisvolles Morgenland“. Über 600 Ausstellungsstücke erwecken die beeindruckende Kultur zum Leben. Zu sehen gibt es unter anderem einen Bazar und die Nachbildung eines Harems.

Das Morgenland – die Länder und Kulturen, die an die Ostküste des Mittelmeeres anschließen – galt bereits Jahrtausende vor der Gründung des Römischen Reiches als Zentrum der Welt. Wissenschaften wie Astronomie, Astrologie, Mathematik, Philosophie und Medizin sowie die vier Weltreligionen – ­Judentum, Christentum, Islam und Buddhismus – haben ihre Wiege in jenem sagenhaften Gebiet, das heute als Mittlerer und Naher Osten bezeichnet wird.

Sagenhafte Schätze

Die bildhafte Umschreibung „Ex oriente lux“ (aus dem Osten kommt das Licht) gab dem Morgenland die Bezeichnung Orient. So kam das Licht auch in Form von Wissen und Weisheit, Kultur und Lebensart ab dem 6. Jahrhundert vor Christus nach Europa, ins sogenannte „Barbarenland“.

Europa blickte voll Bewunderung auf diese fremde Welt. Sagenhafte Schätze, erlesene Kostbarkeiten, unbekannte Waren und Güter, Künste und Fertigkeiten zogen das Interesse des Abendlandes auf sich. Exquisite Gewürze, Heilpflanzen, betörende Düfte, märchenhafter Schmuck und Edelsteine, kunstvolle Stoffe und Teppiche wurden zu ersehnten Wunschobjekten.

Mit Bazar und Harem

Auf fast 1.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche bietet die diesjährige Ausstellung auf Schloss Halbturn einen Einblick in diese überragende Kultur. Über 600 kostbare Ausstellungsstücke erzählen von einer atemberaubenden Welt, die alle Sinne anspricht. Originalgetreue Installationen – unter anderem ein großzügig ausgestatteter Bazar sowie die Nachbildung eines Harems – zeigen, dass die einstige Anziehungskraft und Magie des Morgenlandes bis heute lebendig sind.

Geheimnisvolles Morgenland

27. April bis 4. November, Schloss Halbturn, Tel. 02172/85 77, www.schlosshalbturn.com

FOTO: Familie Rahimy, Gerhard Ullram

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