Es begann vor 50 Jahren als kleiner Märchenwald mit Tierpark und entwickelte sich zu Österreichs größtem Freizeitpark. Der Familypark in St. Margarethen am Neusiedler See ist nicht nur ein beliebtes Ausflugsziel, sondern auch ein kräftiger Wirtschaftsmotor für das Burgenland.

Kein Ende in Sicht: Innerhalb von nur sieben Jahren hat sich die Besucherzahl von 360.000 pro Jahr auf 622.000 pro Jahr nahezu verdoppelt. Der Themenpark am Neusiedler See ist 20 Fußballfelder groß und nutzt jeden Zentimeter für Attraktionen, Gastronomie und Familienspaß.

Bekannt sind unter anderem das Märchenkarussell oder die beiden Achterbahnen Götterblitz und Rattenmühle. Neu ist ein Bergdorf samt Almjodler, wo man einen freien Fall aus acht Metern Höhe miterleben kann. Traditionell läuft die Saison von Ende Mai bis Ende Oktober, aber mittlerweile gibt es auch saisonverlängernde Schwerpunktaktionen, etwa zu Halloween oder an Weihnachten. Beim Familypark weiß man: Wer rastet, der rostet. Neue und kreative Ideen halten den Park jung und locken neues Publikum an.

Investitionen machen sich bezahlt

Möglich ist der Erfolg auch dank Förderungen der Europäischen Union. Der Europäische Fonds für Regionale Entwicklung, kurz EFRE, gab dem Park, wie vielen Projekten im Burgenland, Rückenwind. Bis dato kam es zu einem Fördervolumen von 60 Millionen Euro.

„Nachdem wir Anfang der 90er-Jahre mit dem Ausbau des Parks mit Unterstützung der heimischen Banken starten konnten, erschloss sich mit dem EU-Beitritt eine weitere Möglichkeit der Förderung“, erinnert sich Betreiber Mario Müller im Rahmen einer Pressekonferenz, bei der sich auch Landeshauptmann Hans Niessl, Wirtschaftslandesrat Alexander Petschnig, Andreas Kreutzer, Geschäftsführer von Kreutzer, Fischer & Partner, sowie Harald Horvath, Geschäftsführer der Regionalmanagement Burgenland GmbH, über das tolle Ergebnis freuten  (FOTO). „Unsere ersten großen EU-Projekte waren die großzügige Umgestaltung des Eingangsbereichs und der Aufbau beliebter Attraktionen wie der Drachenbahn und des Geisterschlosses. Diese Mittel haben einen wichtigen Beitrag zu unserem Erfolg geleistet.“

Wirtschaftsmotor für das Burgenland

In den letzten Jahren wurden Investitionen in der Höhe von 19 Millionen Euro getätigt. 2,9 Millionen davon kamen aus Förderungen. Davon profitiert nicht nur der Familypark, sondern die gesamte Region. Der Themenpark belebt die Wirtschaft dadurch, dass die Gäste den Besuch mit Shopping oder anderen Freizeitaktivitäten verbinden. So sichert der Familypark in anderen burgenländischen Unternehmen 130 Arbeitsplätze. Außerdem arbeiten während der Saison 250 Menschen im Park.

Die Förderbilanz ist eindeutig positiv: 2,9 Millionen an Fördermitteln seit 2012 steht ein volkswirtschaftlicher Nutzen von 10,5 Millionen Euro gegenüber. Der Gewinn für das Burgenland beträgt somit 7,6 Millionen Euro.

Im selben Zeitraum stieg die Zahl der Besucher aus dem Ausland rapide an. Nummer eins sind jene aus Ungarn, die 14 Prozent aller Besucher ausmachen. Doch der Familypark ist mittlerweile in ganz Europa bekannt und lockt Familien aus der gesamten Europäischen Union an den Neusiedler See.

So wurde seit dem EU-Beitritt aus einem burgenländischen Familienbetrieb eine europäische Erfolgsgeschichte.

FOTO: Birgit Machtinger

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