Die „Grillbereitschaft“ ist wieder erwacht. Doch wer lediglich an Würstel und Koteletts vom Rost denkt, hat eine gschmackige Entwicklung verschlafen. Wie Sie am Rost Geschmackexplosionen zaubern und welche Grill-Trends 2019 auf Sie warten, schau verrät es Ihnen:

Schon der Geruch lässt einem das Wasser im Mund zusammenlaufen – und kaum einer kann hier widerstehen: Grillen gehört zu den liebsten Zubereitungsarten der Österreicher. 75 Prozent der Haushalte besitzen einen eigenen Griller. Die rußigen Luftschwaden aus Nachbars Garten allerdings sind längst Erinnerungen aus alten Zeiten. Denn die Grillwelt hat sich in den letzten Jahren weiterentwickelt: Gesünder, bequemer und auch mit ganz neuem Geschmack – so lautet die Devise!

Die Zeit arbeiten lassen

„Grillen für intelligente Faule“, nennt Profi Adi Matzek die indirekte Methode, bei der das Grillgut nicht direkt über dem Feuer liegt. Der Grillweltmeister empfiehlt das langsame Garen bei niedriger Temperatur, zumal es auch Zeit lässt, ein wenig mit den Gästen zu plaudern. Sicherheit gibt ein Fleischthermometer, das die Kerntemperatur misst. Hektisches Warten vor dem Rost ist damit passé.

Grillfeuer zum Aufdrehen

Auf dem Vordermarsch sind umgekehrt aber auch zeitsparende Varianten. Mehr als zehn Prozent beträgt der Anteil an Elektrogriller am Land. Anstecken und loslegen ersetzt in diesem Falle Blasebalg und Fön für eine „beschleunigte“ Holzkohleglut. Das Beste aus beiden Grillwelten allerdings stellt der Hybridgriller dar, der elektrische Zündung mit dem perfekten Brennstoff Gas kombiniert. Kommen Gäste später oder bricht erneut Hunger aus, ist der Holzkohlerost auch nach dem Erkalten der Glut sofort wieder einsatzbereit.

Das Tomahawk Steak ist ein ­Ribeye mit ­extra langem Knochen und am Grill besonders beliebt. © iStockphoto

Was haben wir denn da drunter?

Neu ist 2019 auch der Blick unter den Rost. Unterschiedliche Hölzer sind das Gourmetgeheimnis beim bereits erwähnten indirekten Grillen und erst recht beim langsamen Garen im aromatischen Rauch („Smoken“). Henderl im Hickory-Rauch oder Lachs mit Apfelholz klingt doch besser als Käsekrainer vom Rost. Und mit gewässertem Holz – egal ob als Planke, auf der Köstlichkeiten liegen, oder als Wrap zum Einrollen – bleibt das Grillgut auch vor zu viel Hitze geschützt.

Vom Köhler unters Kotelett

Mit dem Blick auf den Brennstoff feiert sogar ein fast vergessenes Handwerk eine Renaissance: die Köhlerei. Die aus wochenlang vor sich hin kokelnden Hartholzstößen gewonnene heimische Grillkohle ist nicht nur tropenholzfrei, sie kommt auch meist aus dem Alpenvorland und hat so kurze Transportwege. Weiterer Vorteil: Die bis zu 30 Zentimeter langen Stücke liefern beständige Hitze.

Mach’s dir leicht am Grill

Wenn ein Grillexperte wie Adi Bittermann (Grillschule Göttlesbrunn) rät: „Lasst das fette Marinieren weg“, darf man ihm glauben. Der niederösterreichische Haubenkoch sieht leichte Rezepte auf dem Vormarsch. Zumal sie nicht auf Kosten des Geschmacks gehen. Trockengewürze (Rubs) sorgen beim Gemüse für Geschmack. Der Star am Spieß ist heuer allerdings Fisch. Er passt nicht nur zum Sommer und ist schnell fertig, sondern sorgt als leichte Option auch für Furore – er schmeckt hervorragend!

Foto: © iStockphoto

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