Ab 23. Februar: 100 Jahre nach dem Tod von Egon Schiele widmet das Leopold Museum dem zentralen Künstler aus seiner Sammlung eine besondere Ausstellung.

Diese präsentiert die wichtigsten Themen im Schaffen des Künstlers: zunächst sein selbstbewusstes Heraustreten aus der Tradition und seine Findung als Ausdruckskünstler, in der Folge Motivgruppen wie die ambivalente Figur der Mutter oder die Tabubrüche in Form der Darstellung junger Mädchen und Buben, des weiteren Themen wie Spiritualität und Verwandlung, seine rätselhaften Häuser und Landschaften oder seine Porträtdarstellungen.

Ölbilder und „noble Gäste“

Die Gewichtung der Ausstellung ergibt sich aus jener der Sammlungen Leopold, die Kunstgeschichte schrieben: Bei den Ölbildern wie den Papierarbeiten liegt der Schwerpunkt auf den expressionistischen Jahren 1910–1914, wobei die Blätter zu je einem Drittel den Selbstdarstellungen, den Porträts und Akten der Mädchen und schließlich jenen erwachsener Frauen gewidmet sind.

Dem gegenüber umfassen die Gemälde alle oben genannten Themen. Neben dem umfassenden Sammlungsbestand, dessen Papierarbeiten aus restauratorischen Gründen in drei Durchläufen gezeigt werden, sind einzelne herausragende Schiele-Werke von internationalen Sammlungen als „noble Gäste“ in die Jubiläumsausstellung integriert.

Brus und Palme

Als Ergänzung wird ab 3. März die Ausstellung „Schiele – Brus – Palme“ gezeigt, welche mit ihren Arbeiten den herkömmlichen Kunstbegriff erweitert haben. Brus hat viele Jahre als Aktionskünstler gearbeitet, Palme zitiert die Werke der anderen und denkt sie weiter.

Egon Schiele

Ab 23. Februar, Leopold Museum,
7., Museumsplatz 1, Tel. 01/525 70-0,
www.leopoldmuseum.org

FOTO: Leopold Museum, Wien, Inv. 453

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