Mit ihren HIT-Singles wie „Küss die Hand, schöne Frau“, „Ba-Ba-Banküberfall“, „Ding Dong“ und „An der Copacabana“ mischte die EAV in den 1980er- und 1990er-Jahren die deutschsprachige Musikszene auf und bejubelten fulminante ­Erfolge. 4 Jahrzehnte später feiern sie zum Bühnenjubiläum ihren Ausstieg aus dem Rampenlicht.

Die Erfolge der österreichischen Band sprechen für sich. Sie können auf eine Karriere mit weit über 1000 Konzert-Auftritten in Deutschland, Österreich, Schweiz, Italien, Liechtenstein und Tschechien, auf über 10 Mio. verkaufte Großtonträger, 20 Top-10 Alben in Österreich/Deutschland/Schweiz und auf unzählige weitere Auszeichnungen zurückblicken.

Oft überhört wurden die weitaus weniger lustigen, nachdenklichen und sozialkritischen Lieder wie „Burli“, „s’Muaterl“oder „Eierkopf-Rudi“, die teils von Radiosendern boykottiert wurden oder der Gruppe Anzeigen führender politischer Persönlichkeiten Österreich einbrachten. Dabei sind es genau jene sozialkritischen Lieder, die noch heute an die Herkunft der Band erinnern.

Die Anfänge der EAV

Denn 1977 wurde die EAV rund um die beiden Kunststudenten Nino Holm und Thomas Spitzer als anarchistisches, linksliberales Musikrock­theater (mit Wilfried als Sänger) ­gegründet. Anfangs war die Truppe in Deutschland bekannter als hierzulande. Das änderte sich erst mit dem dritten ­Album und Sänger Klaus Eberhartinger, für dessen schnelles Mundwerk man den musikalischen Stil ­abwandelte.

Der Höhepunkt

Auf dem Höhepunkt ihres Erfolgs zog sich die EAV für drei Jahre aus dem Musikgeschäft zurück. Nach ihrem Comeback 1994 gelang es nicht mehr, an die ganz großen Erfolge anzuknüpfen, aber gut genug für Nummer-1-Alben war sie allemal. Jetzt will sich die Band mit „1000 Jahre EAV – Abschiedstournee (Die Erste)“ von der Bühne verabschieden.

EAV-ABSCHIEDSTOURNEE

  1. März, Arena Nova, Wiener Neustadt.
  2. März, VAZ, St. Pölten
  3. März, Wiener Stadthalle
  4. August, Römersteinbruch, St. Margarethen
  5. August, Donaubühne, Tulln
  6. September, Wiener Stadthalle

Tickets unter 0900-949 60 96 oder unter 01/588 85 (nur Wien)
Online: www.eav.at

Foto: © Dominik Beckmann

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