Sommerliche Beats, eingängige Melodien und eine Prise Exotik: Mit dieser Mischung will jetzt die gebürtige Serbin Dijana Jankovic (28) die internationalen Charts erobern. In den USA feilt sie derzeit an ihrer Karriere und hat Großes vor – nicht nur im Musikgeschäft, wie sie uns im Interview verrät.

Dijana Janković – diesen Namen sollte man sich merken. Allen, denen der Nachname bekannt vorkommen sollte – ja, es stimmt: Jelena Janković, die ehemalige Nummer eins im Frauentennis, ist mit ihr verwandt. Während die Cousine ­bereits ihren Ruhestand vom Profisport genießt, ist Dijana – für Fans und Freunde kurz Didi – auf dem Sprung zu einer weltweiten Karriere. Wer Didi gegenübersitzt, spürt sofort: Diese Frau hat den festen Plan, zum internationalen Top-Star aufzusteigen. Alle, die jetzt versucht sind, dieses Vorhaben zu belächeln, sollten innehalten. Didis Chancen, ihr Ziel auch wirklich zu erreichen, stehen tatsächlich mehr als gut. Denn neben kreativem Talent bringt sie auch eine große Portion Unternehmergeist, eiserne Disziplin und eine globale Karrierevision mit, die einfach ansteckt und mitreißt, wenn man ihr zuhört. Doch der Reihe nach.

Internationale Diva mit ­serbischen Wurzeln

In ihrer Heimat Serbien zählt Didi längst zu den absoluten Top-Promis. Anfangs hat sie sich vor allem im Modegeschäft einen Namen gemacht. Ihre Karriere als Model startete Didi 2006 bei der Fashion-Agentur Select. 2011 wurde sie das Gesicht der Kampagne für das Label „Studio“ der Belgrader Designerin Suzana Perić. Dabei konnte Didi erstmals auch ihr Talent als Sängerin einsetzen.

Aber das war Didi nicht genug. Sie wollte ihre eigene Vision von Mode realisieren und präsentierte daher 2014 ihre erste eigene Kollektion – mit großem Erfolg. Seither zählt sie zu den gefragtesten Designerinnen der Region und ist in Sachen Style nicht nur ein Vorbild für tausende junge Serbinnen. Auch namhafte Persönlichkeiten aus der Unterhaltungsbranche und sogar aus der Politik holen sich von Didi Inspiration und Tipps für ihren individuellen Style. 2015 eröffnete sie ihren Web­shop, als Teil ihres Internet-Auftritts, und präsentierte im September erstmals ihre Kollektion in Wien.

Seit Anfang an setzt Didi dabei auf die Kraft von Social Media, um sich als Marke zu positionieren. „Ich bin in den sozialen Netzwerken sehr aktiv. Auf Instagram habe ich bereits mehr als eine Million Follower. Auch auf Snapchat und Pinterest findet man mich jetzt. Auf Facebook bin ich auch, aber da habe ich erst rund 150.000 Fans“, erzählt Didi.

Vom Kurort auf die Showbühnen der Welt

Neben der Liebe zur Mode hat Didi früh ihre Leidenschaft für Musik erkannt. Mit 19 Jahren nahm sie am Musikfestival im bekannten Kurort Vrnjačka Banja teil – und gewann dieses mit ihrem Lied „Jaka“ („Stark“). Der Titel stammte aus der Feder von Saša Milošević, der auch den Sieger-Song „Molvita“ („Gebet“) beim Eurovision Song Contest 2007 komponierte. 2012 folgte der nächste musikalische Karriereschritt. „I opet tebe volim“ („Ich liebe dich wieder“), der von City Records dem bekanntesten Musiklabel in Serbien, herausgebracht wurde. Das Video zum Song wurde am gesamten Balkan zum Hit.

In der zweiten Hälfte des Jahres 2014 folgte der erste große Erfolg außerhalb der Region. Die beiden bekannten DJs Geo da Silva und Jack Mazzoni coverten Didis Song „Balerina“ auf Englisch und erschlossen ihr damit ein internationales Publikum. Es folgte ein exklusiver Plattenvertrag mit dem spanischen Label „Blanco y Negro“ und die Single „Love In The Air“, die auf zahl­reichen Hit-Samplern in Spanien, Russland und Polen erschien. In den Radio-Maxima-Charts erreichte sie Platz 45 in einer Hitliste voll mit internationalen Top-Stars.

In den USA wird am Erfolg gearbeitet

Für Didi ist das alles jedoch kein Grund, sich auszuruhen. Seit mehreren Monaten weilt sie in den USA und arbeitet sich dort die Karrie­releiter nach oben. „Derzeit finalisiere ich ein großes Projekt in den Vereinigten Staaten. Ich habe dort ein Album mit zehn Songs aufgenommen. Dabei arbeite ich mit sehr bekannten Produzenten zusammen, die auch Madonna und Beyonce produzieren.“

Der Weg ist steinig und schwer. In New York absolvierte Didi im Frühjahr ein Bootcamp, das angehende Stars auf den harten Alltag im Showbusiness vorbereiten soll. Was hat sie aus dieser Zeit mitgenommen? „Das waren sehr intensive Tanz- und Gesangseinheiten. Vier Stunden Unterricht, dreißig Minuten Lunch und dann wieder vier acht Stunden tanzen und singen. Das Ganze lief einen Monat lang, jeden Tag, ohne Pause. Extrem intensiv, aber ich habe dort gelernt, wie ich meine Performance professionalisieren kann. Für jeden meiner Songs gibt es jetzt eine eigene Choreografie. Der Direktor des Plattenlabels ,Republic Records‘ hat das Bootcamp besucht und mich dort gesehen. Es hat ihm offensichtlich sehr gut gefallen, denn er meinte zu mir: ,Wenn du mit dem Bootcamp fertig bist, melde dich bei mir.‘ Genau das werde ich tun. Ich würde gerne mit Größen der Musikbranche kooperieren. Zur Zeit sprechen wir gerade mit Pitbull und Sean Paul, damit sie meinen neuen Song ,On Fire‘ featuren. Die Nummer ist jetzt fertig und geht sofort ins Blut. Ein super Lied, um dazu zu tanzen.“

Didis Potenzial hat man in den USA jedenfalls bereits erkannt. Die Werbemaschine läuft auf Hochtouren. Eine Promotion-Agentur aus dem Sony-Netzwerk kümmert sich dabei um die aufstrebende Künstlerin – arbeitet an Didis Image und Branding. Ein ganzes Team ist nur für sie abgestellt. Audition-Termine bei Labels und Gespräche mit potenziellen Kooperationspartnern stehen dabei auf der Tagesordnung. Denn vor dem Sprung auf die große Showbühne muss man auch hier erstmals unzählige Klinken putzen.

Auch live ist Didi bereits in den USA aktiv. In den Hamptons, am Ostende von Long Island, gab sie erste Konzerte. „Das ist total toll. Die Hamptons gelten als amerikanisches Monte Carlo“, freut sich Didi. Doch nicht nur mit ihren Songs, auch mit ihrer Mode könnte sie über dem großen Teich in Zukunft durchstarten. Eine eigene Boutique in New York oder Beverly Hills wäre ein großer Traum für die Künstlerin.

Kreative Grenzgängerin zwischen Musik und Mode

Musik oder Mode, worauf liegt derzeit ihre Priorität? „Auf beidem“, antwortet Didi selbstbewusst. „Gerade diese Kombination ist ja mein Markenzeichen. Ich kombiniere Beides zu einem gemeinsamen Ganzen.“ Und so will sie auch ihre Karriere als Model in den USA weiter vorantreiben. Derzeit laufen Gespräche und Verhandlungen, unter anderem mit Roberto Cavalli, Ales­sandro dell’Acqua, Woolrich sowie Procter & Gamble.

Die aufregende Zeit in den USA können ihre Fans übrigens hautnah miterleben. Denn Didi hat auch ein Faible fürs Fernsehen. „Ich produziere alle meine Videos selbst über meine Firma DJ Solutions. So habe ich alles in der Hand. In Serbien habe ich auch meinen eigenen Fernsehkanal. Der nennt sich ,DJ Tele­vision‘ und kann auch über meine Website angesehen werden. Im Programm dreht sich alles rund um Mode und Musik. Wir zeigen die coolsten Fashion-Shows und die angesagtesten Pop-Videos“, erklärt Didi, um gleich eines nachzulegen. „Mit meiner Firma werde ich jetzt ein Reality-Show-Format von meiner Zeit in den USA produzieren. Diese soll unter dem Titel ,International Diva Coming to America‘ laufen. Ein Kamerateam wird meine Proben und die gesamte Promotion in den Vereinigten Staaten begleiten. Wir sind ja gerade dabei, dort das gesamte Branding für mich aufzubauen und die Marke ,Didi‘ bekannt zu machen. Die fertige Sendung wollen wir dann einem großen Musiksender, wie zum Beispiel MTV oder VH1, anbieten. Als Vorbild dient mir die Reality-Show von Kim Kardashian, aber trotzdem wird mein Format etwas ganz Spezielles sein.“ Typisch Didi eben.

TEXT: Christoph Berndl, FOTO: Dragan Jereminov

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