Diese Ausstellung gibt es nirgendwo sonst auf der Welt. Prof. Manfred Waba und Mag. Wolfgang Grimme lassen die Renaissance in der Votivkirche noch bis 3. Dezember breitenwirksam auferstehen. Ihr Ziel: 100.000 Besucher. schau hat die beiden Kunstvisionäre besucht.

Ein reatives Duo, das auf derselben Wellenlänge schwingt: Auf der einen Seite ist da Prof. Manfred Waba. Der gebürtige Burgenländer gilt als einer der führenden Bühnenbildner des Landes und ist darüber hinaus als Künstler, Regisseur und Autor aktiv. Er gestaltete unter anderem für die Opernaufführungen in St. Margarethen und für die Seefestspiele Mörbisch Bühnenbilder im XXL-Format. Mit der größten Geige der Welt versetzte er heuer Operettenfans aus nah und fern am Neusiedler See in Verzückung. Wabas kongenialen Konterpart besetzt Mag. Wolfgang Grimme, Chef des österreichischen Traditionsunter­nehmens „Fliesendorf“ und ein kunstsinniger Marketing-Experte. Was beide eint, ist ihre Leidenschaft für eine ganze besondere Epoche der Kunst: die ­Renaissance.

Die beiden haben sich zusammengetan, um eine gigantische Vision ins Leben zu bringen. Nach dem Erfolg von Manfred Wabas Schau „Michel­angelos Sixtinische Kapelle“, die 2016 in Wien für Furore sorgte, sind sie angetreten, den Megaerfolg von damals zu toppen. Gemeinsam sorgen sie für die Ausstellungssensation des heurigen Jahres in der Wiener Votivkirche.

Best-of Kunstgeschichte

Neben Michelangelo stehen diesmal mit Leonardo da Vinci, Raffael und Sandro Botticelli drei weitere große Meister im Fokus. Die Besucher erwartet in eindrucksvollen Repliken ein Best-of der größten Werke der Geschichte. Ein finanziell nicht ganz risikofreies Projekt. „Nachdem die Gespräche mit Investoren mühsam waren, habe ich zu Manfred gesagt: ,Weißt du was, ich habe die Bonität, du hast das Können. Wir nehmen uns einen Kredit und machen es einfach‘“, erinnert sich Grimme an den entscheidenden Augenblick.

Für Grimme liefert die Ausstellung nicht nur Parallelen zu seinem Hauptjob, sondern ist auch eine Reise zurück in seine Jugend. „Fliesen haben immer etwas mit Kunst zu tun gehabt. Es gibt viele namhafte Künstler, wie Picasso, die immer Fliesenobjekte gemacht haben. Außerdem habe ich während meiner Studienzeit sechs Monate in Florenz verbracht und dort die Renaissance praktisch aufgesogen. Damals war die Toskana tiefrot. Egal, ob sozialistisch oder kommunistisch, eine der wesentlichen Errungenschaften war, dass die kommunalen Verkehrsmittel und der Eintritt in Museen gratis waren. Also war ich damals fast ­täglich im Museum und mindestens 50 Mal in den Uffizien. Daher kommt die Leidenschaft.“

Ein monumentaler „David“ und das teuerste Bild der Welt

Manfred Waba hat die traumhaften Kunstwerke zu einem emotionalen Kunstevent arrangiert. „Wir spannen den Bogen von der Früh- zur Hochrenaissance und wollen diese Epoche einem breiten Publikum ­zugänglich machen“, sagt Manfred Waba. „Wer alle diese 45 Werke sehen will, muss in zwölf europäische Städte und in die Vereinigten Arabischen Emirate fahren, stundenlang anstehen, um dann an den Arbeiten vorbeigeschoben zu werden. In der Votivkirche kann man die Werke in Ruhe auf sich wirken lassen.“

Zu sehen sind unter anderem Michelangelos „Jüngstes Gericht“, die 5,17 Meter hohe Replik seiner Monumentalstatue „David“, Raffaels „Schule von Athen“, da Vincis „Letztes Abendmahl“ in Originalgröße, seine „Mona Lisa“ sowie sein „Salvator Mundi“, das teuerste Gemälde der Welt. Es wurde Ende 2017 für 450,3 Millionen Dollar für den Louvre in Abu Dhabi ersteigert.

„Die großen Meister der Renaissance“

Da Vinci. Michelangelo. Raffael. Botticelli – Repliken der größten Werke der Geschichte.
Bis 3. Dezember 2018, Votivkirche Wien, Rooseveltplatz 8, 1090 Wien

Karten bei WIEN-TICKET unter Telefon 01/588 85 oder online auf: www.wien-ticket.at

Infos zu Ausstellung und Führungen: www.diegrossenmeister.at

FOTO: Tanja Hofer

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