Zum fünften mal wird Graf Dracula heuer durch die Burg Lockenhaus gejagt. Ein Gespräch mit dem Autor, Schauspieler, Regisseur und Produzenten Thomas Koziol.

Auf der Burg Lockenhaus lebt eine der größten Fledermauskolonien Mitteleuropas. Welcher Ort wäre also besser, ein intensives Dracula-Erlebnis zu inszenieren. schau sprach mit dem Kopf hinter dem Projekt, Thomas Koziol.

schau: Sie haben die Karl-May-Festspiele in Gföhl erfunden. Wie kam der Wechsel von den Indianern zu den Vampiren?
Thomas Koziol: Auf der Schallaburg war ich als Regisseur für die Landesausstellung „Indianer“ tätig. Eines Nachts, während der Vorbereitungen zur Ausstellung, kam mir dann die Idee zu „Dracula“. Als Grundlage für mein Theaterstück diente der Roman von Bram Stoker.

Was darf man sich unter einem Eventtheater vorstellen?
„Dracula“ ist ein interszenisches Theaterstück. Das bedeutet, dass die Handlung in verschiedenen Räumlichkeiten und auf den Außenbereichen der Burganlage stattfindet. Die Wege, welche das Publikum zurücklegt, sind ebenfalls inszeniert und Teil der Handlung. Durch das historische Ambiente entsteht ein Realismus, welcher andernorts nicht herzustellen wäre.

Zehn Jahre „Dracula“

„Dracula“ feiert heuer sein 10-Jahres-Jubiläum. – Was hat sich seit 2007 am Stück und an der Aufführung verändert?
Wir haben gelernt, die Handlung trotz der Unterbrechungen, die durch die Ortswechsel unvermeidbar sind, straff zu halten. Die Eventtechnik und die Ausstattung sind mittlerweile auf höchstem Niveau.

Was braucht es für eine Burg, damit Sie „Dracula“ dort aufführen? Und inwieweit wird „Dracula“ an den jeweiligen Aufführungsort angepasst?
Wir waren mit unserer Produktion schon auf etlichen Burgen in Niederösterreich und Deutschland zu Gast, und jedes Mal hat es Anpassungen geben müssen. Heuer spielen wir zum fünften Mal auf Burg Lockenhaus. Die Kombination aus historischer Burg, Burghotel, Restaurant und veranstaltungsgerechter Infrastruktur macht diese Location für „Dracula“ optimal. Der Vorteil an der konstanten Spielstätte ist, dass wir das Projekt kontinuierlich weiterentwickelt haben, sodass auch unsere Stammgäste jedes Mal wieder etwas Neues zu sehen bekommen.

Dracula

12. bis 31. Oktober, Burg Lockenhaus,
Tel. 02616/23 94, www.ritterburg.at

FOTO: Purgar/Mosquito

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